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UEFA begrüßt Unterstützung des Europarats für Modell des europäischen Fußballs

Entschließung des Europarats: Verurteilung des Versuchs der Schaffung einer Super League und der FIFA-Vorschläge für eine WM im Zweijahresrhythmus

In einer heute verabschiedeten Entschließung hat die Parlamentarische Versammlung des Europarats (PACE) die UEFA entschieden unterstützt und wichtige Impulse für im Hinblick auf die positive Entwicklung des Fußballs entscheidenden Themen gegeben.

Im Einklang mit den Ende 2021 verabschiedeten Entschließungen des EU-Parlaments und des europäischen Rates bekräftigt die PACE-Entschließung „Football governance: business and values“ (Governance im Fußball: Business und Werte) unter Federführung von Lord George Foulkes, Mitglied des britischen Oberhauses und von 2004 bis 2005 Präsident des schottischen Fußballvereins Heart of Midlothian, das umfassende Engagement der europäischen Behörden, das solidaritäts- und wertebasierte Modell des europäischen Fußballs weiter zu schützen und zu stärken.

Lord Foulkes und seine Kolleginnen und Kollegen der Parlamentarischen Versammlung, die die nationalen Parlamente sowie die Bürgerinnen und Bürger der 47 Mitgliedsländer vertreten, sprechen die aktuellen Bedrohungen für dieses Modell direkt und unmissverständlich an. In der Entschließung wird insbesondere der gescheiterte Abspaltungsversuch einer europäischen Super League verurteilt und vor den potenziell „katastrophalen“ Folgen der derzeitigen Überlegungen der FIFA, die Weltmeisterschaft alle zwei Jahre auszurichten, gewarnt.

Die Entschließung enthält Empfehlungen und Aufrufe an Sportdachverbände und Interessenträger zu einer Reihe dringlicher Themen, von Good Governance über den Beitrag nationaler Ligen zu europaweiten Solidaritätsmechanismen bis hin zu Menschenrechten und der Gleichstellung der Geschlechter, dem Schutz von Minderjährigen und der Reform des Transfermarkts. Die UEFA begrüßt diese umfassende Stellungnahme und wird die Einzelheiten zusammen mit Interessenträgern und Experten angemessen prüfen.

Die Entschließung wird in die bedeutsamen Diskussionen im Rahmen der UEFA-Konvention zur Zukunft des europäischen Fußballs einfließen, einem umfassenden Konsultations- und Reformprozess, welcher alle wichtigen Interessenträger des europäischen Fußballs zusammenbringt und an denen die Europäische Union und der Europarat als formelle Beobachter teilnehmen.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin äußerte sich zu der Entschließung wie folgt: „Die europäischen Institutionen und der europäische Fußball sowie die europäische Sportbewegung stehen fest hinter unseren Werten und unserem solidarischen Modell. Die Entschließung lässt keinerlei Interpretationsspielraum zu: Sie enthält ein klares Nein zu egoistischen Superligen und ein klares Nein zu extravaganten WM-Vorschlägen, hingegen ein kategorisches Ja zur Zusammenarbeit im Hinblick auf den Schutz und die Stärkung unseres Modells, das im Interesse des europäischen Fußballs und der europäischen Gesellschaft ist.“