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UEFA bringt „Konvention zur Zukunft des europäischen Fußballs“ auf den Weg

Eingehende Konsultationen mit dem Ziel, alle Interessenträger hinter langfristigen Reformen zu vereinen

Die UEFA hat heute die Eröffnung eines weitreichenden Konsultationsverfahrens bekanntgegeben, dessen Ziel es ist, alle Interessenträger des europäischen Fußballs zu vereinen und die Zukunft des Sports zugunsten aller Beteiligten zu stärken. Im Laufe der nächsten Monate wird die Konvention zur Zukunft des europäischen Fußballs Vertreter der Nationalverbände, Ligen und Klubs sowie Spielerinnen und Spieler, Coaches, Fans und Spielervermittler zusammenbringen, um langfristige sportpolitische und Governance-Reformen zu erörtern. Die UEFA beabsichtigt, den Wiederaufschwung und die Zukunft des europäischen Fußballs gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren nachhaltig und inklusiv zu gestalten.

Der Schritt ist bezeichnend für den Willen der UEFA, langfristige Lösungen zu finden, welche das auf Werten, Solidarität und Offenheit beruhende europäische Sportmodell schützen. Im Rahmen des Konsultationsverfahrens soll sichergestellt werden, dass der gemeinsame Wille und die Entschlossenheit Europas zum Ausdruck kommen, wenn es darum geht, die Zukunft des Fußballs zu gestalten.

Der europäische Fußball-Dachverband engagiert sich intensiv für die Wahrung der Strukturen und des Vermächtnisses des Sports für zukünftige Generationen. Ziel der Konvention ist es, mit allen Interessenträgern und Partnern an konkreten, gemeinsamen und weitreichenden Maßnahmen zu arbeiten, die eine positive Weiterentwicklung der europäischen Fußballpyramide kurz- und langfristig begünstigen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf bestehenden sowie aufkommenden Fragen und Risiken im Spitzenfußball, die im Zusammenhang mit der Krise aufgeworfen wurden, akuter geworden sind und das ganze Fußball-Ökosystem vor Herausforderungen stellen.

Konkret gilt es, im Rahmen der Konvention Fortschritte in vier Bereichen zu erzielen, damit der europäische Fußball gestärkt aus diesem Verfahren hervorgeht:

1. Gewährleistung finanzieller Nachhaltigkeit und Verantwortung im europäischen Fußball;

2. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Solidaritätszahlungen und der Spielerentwicklung;

3. Harmonisierung nationaler und internationaler Good-Governance-Maßnahmen; und

4. Weiterentwicklung des Frauenfußballs, dem auf allen Ebenen ein höherer Stellenwert beizumessen ist.

Vor dem Hintergrund der langjährigen Partnerschaft der UEFA mit der Europäischen Union und dem Europarat werden diese Organisationen Beobachter ernennen, welche die Ausarbeitung der Konvention begleiten. Auch die Teilnahme der FIFA und anderer Kontinentalverbände ist ausdrücklich erwünscht.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin erklärte: „Beim letzten UEFA-Kongress habe ich betont, dass der europäische Fußball gestärkt aus Krisen hervorgeht, die uns zeigen, dass wir erfolgreich sind, wenn wir gemeinsam handeln, und dass wir viel zu verlieren haben, wenn wir einander und das Gemeinwohl nicht im Auge behalten. Im Zuge dieser Konsultation werden wir miteinander reden, uns zuhören und gemeinsam Lösungen finden und umsetzen. Mehr denn je zuvor erwarten Menschen in ganz Europa Handlungsbereitschaft und Solidarität im Interesse aller am Fußball Beteiligten, und darauf werden wir uns jetzt konzentrieren.“

Das Konsultationsverfahren beginnt in der letzten Woche der EM-Endrunde im Juli 2021 und wird im September 2021 fortgesetzt.