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UEFA begrüßt Empfehlung des Europarats zu Spielmanipulationen

Die UEFA hat den Europarat zu seiner heutigen wegweisenden Empfehlung zum Kampf gegen Spielmanipulationen beglückwünscht, die zeigt, dass der Rat die politische Führung in diesem Bereich übernimmt.

Michel Platini vor dem Europarat ©CoE

Die UEFA hat den Europarat zu seiner heutigen Entscheidung, eine wegweisende Empfehlung zum Kampf gegen Spielmanipulationen im Sport zu verabschieden, beglückwünscht. Direkt im Anschluss an die Abstimmung in Straßburg hielt UEFA-Präsident Michel Platini eine programmatische Rede vor dem Gremium, in der er sich wie folgt zum Ergebnis der Abstimmung äußerte:

"Es freut mich zu sehen, dass Europas Politiker die Bedrohung, die Spielmanipulationen für den Sport darstellen, ernst nehmen. Die Welt des Sports verurteilt geschlossen dieses Übel, doch wir brauchen Politiker, die uns in unseren Anstrengungen gegen diese Plage unterstützen. Der Europarat hat heute die politische Führung im Kampf gegen diese Bedrohung für die Zukunft des Sports übernommen. Ich hoffe, die EU-Institutionen werden folgen."

Die Europäische Kommission hat dieses Jahr bereits ein Grünbuch zu Online-Glücksspielen im Binnenmarkt verabschiedet, infolgedessen ein Konsultationsverfahren u.a. auch zum Thema Spielmanipulationen initiiert wurde. Das Europäische Parlament wird ebenfalls noch in diesem Jahr zu dem Grünbuch Stellung nehmen.

Ein anderer Bereich, in dem der Europarat ein politisches Zeichen gesetzt hat, ist die Bekämpfung von Gewalt, Diskriminierung und Hooliganismus in Stadien. Allerdings stammt das "Europäische Übereinkommen zur Verringerung von Gewalttätigkeit und Fehlverhalten von Zuschauern bei Sportveranstaltungen" noch aus dem Jahr 1985. Die UEFA verpflichtete sich heute, mit dem Europarat zusammenzuarbeiten, sollte dieser beschließen, das Übereinkommen zu überarbeiten.

UEFA-Präsident Michel Platini betonte in seiner Rede vor dem Ministerkomitee: "Dank diesem Übereinkommen wurde viel erreicht. Über ein Vierteljahrhundert nach seiner Verabschiedung scheint die Zeit gekommen, das Übereinkommen aufzufrischen und es an die Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts anzupassen. Dafür setzen wir uns ein, Hand in Hand mit dem Europarat."

Das UEFA-Exekutivkomitee genehmigte dieses Jahr bereits die Schaffung und Finanzierung eines europaweiten Netzwerks von Integritätsbeauftragten auf europäischer Ebene. Die Integritätsbeauftragten sollen zum einen bei Verdacht auf Spielmanipulation als Verbindungsperson und Koordinator zwischen den Fußballverbänden und den staatlichen Strafverfolgungsbehörden agieren und zum anderen Informationen und Fachwissen mit der UEFA-Administration austauschen. Sie werden Disziplinarverfahren überwachen sowie Sensibilisierungsprogramme für Spieler, Schiedsrichter und Trainer im Rahmen einer wirkungsvollen Präventionsstrategie organisieren.