Auf ins digitale Zeitalter

Vom Sportlichen abgesehen, besteht eine der Zielsetzungen des Rumänischen Fußballverbands (FRF) darin, auf allen Ebenen der Administration ultramoderne Prozesse einzuführen.

Claudiu Keșerü feiert mit seinen Teamkollegen den ersten rumänischen Treffer in der laufenden EM-Qualifikation gegen Schweden.
Claudiu Keșerü feiert mit seinen Teamkollegen den ersten rumänischen Treffer in der laufenden EM-Qualifikation gegen Schweden. ©AFP/Getty Images

Der rumänische Fußball ist sozusagen auf dem Weg ins digitale Zeitalter: Der Zugang zu Informationen soll dabei ebenso vereinfacht werden wie deren Verbreitung und Weitergabe.

Nach intensiver Arbeit hat der Verband kürzlich seine neue Plattform mit dem programmatischen Namen „Football Connect“ freigeschaltet, deren Aufgabe es ist, alle Mitglieder der FRF zu verbinden und sämtliche Fußballaktivitäten in Rumänien in einem System zu bündeln.

Nach und nach erhalten alle im Fußball aktiven Organisationseinheiten und Personen (Vereine, Regionalverbände, Spielbeauftragte, Schiedsrichter, Spieler usw.) ein eigenes Konto, und sämtliche Spielerregistrationen, Spielberichte und anderen administrativen Aufgaben werden auf elektronischem Wege abgewickelt werden. Diese stark vereinfachte Handhabung bringt eine große Zeitersparnis für Menschen von außerhalb der Hauptstadt mit sich, die nicht mehr jedes Mal nach Bukarest reisen müssen.

Priorität auf Jahresvisa und Transfers
Die Plattform ist seit Januar funktionsfähig und kam zunächst für die Jahresvisa zum Einsatz, die für sämtliche Spieler beantragt werden müssen. Mit Beginn der nationalen Winter-Transferperiode am 29. Januar wurden anschließend auch die Transferaktivitäten erstmals über „Football Connect“ getätigt.

Um den reibungslosen Ablauf des Visaantragsverfahrens zu gewährleisten, wurden die Vereine nach geographischen Kriterien auf einen vierwöchigen Zeitraum verteilt. Jeder Verein verfügte über einen eigenen Vertreter am Verbandssitz, der für die Eintragung des Visums in den Reisepass eines jeden Spielers und die elektronische Eingabe auf der Plattform zuständig war.

Ähnlich gestaltete sich auch das Transfer-Eingabeverfahren. Mit Abschluss der Transferperiode waren 7 162 Spieler und über 500 Transfers in der Datenbank registriert. 169 Klubs hatten das System benutzt, um Visa zu beantragen – darunter 14 Erstligavereine, 20 aus der zweiten und 76 aus der dritten Division sowie 59 Juniorenteams.

Futsal und Frauenfußball an der Reihe
Als Nächstes sind nun die Futsal- und die Frauenfußballklubs an der Reihe, deren Spielerinnen bzw. Spieler im Sommer im System registriert werden sollen. In absehbarer Zeit werden so alle Aktiven sämtlicher Spielklassen über einen eigenen digitalen Eintrag mit ihren persönlichen Statistiken und Informationen über ihre Karriere verfügen.

„Das Football-Connect-System, das die FRF seit Juni 2016 von Grund auf neu entwickelt hat“, erklärt FRF-Präsident Răzvan Burleanu, „ist im neuen, digitalen Zeitalter von wesentlicher Bedeutung. Es handelt sich um eine Lösung, die kurz- wie langfristig für alle Beteiligten enorme Vorteile bietet und gleichzeitig ein besseres Informations- und Verwaltungsmanagement insgesamt verspricht – sowohl innerhalb des Verbands als auch für die einzelnen Vereine und anderen Mitglieder. Unser Service-Team steht permanent bereit, um unsere Mitglieder dabei zu unterstützen, Aufgaben digital zu erledigen und sich so das Leben zu erleichtern.“

Dieser Artikel stammt ursprünglich aus UEFA Direct Nr. 184

 

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