Moldawien: Kinder im Fokus

Der Moldawische Fußballverband begrüßt die Entscheidung des nationalen Bildungsministeriums, Fußball in den Schullehrplan aufzunehmen.

©Football Association of Moldova

Der Moldawische Fußballverband (FMF) kann den vielleicht schönsten Erfolg in seiner Geschichte verbuchen: Im November gab das Kultusministerium grünes Licht für Fußballunterricht in der Grundschule. Pro Woche sieht das Projekt zwei Fußballstunden für Jungen und Mädchen im Rahmen des regulären Sportunterrichts vor.

Rund 100 Schulen haben bereits Vereinbarungen mit dem FMF abgeschlossen und werden am Pilotprojekt teilnehmen. Insgesamt umfasst die Pilotphase des Projekts rund 15 000 Kinder. Immer mehr Schulen schließen Vereinbarungen mit dem Verband ab, weitere sollen ab dem Schuljahr 2020/21 hinzukommen.

Der FMF bildet zurzeit 166 Sport- und Grundschullehrer zu Trainern aus. Nach Abschluss der kostenlosen Ausbildung erhalten sie vom FMF eine D-Lizenz. Neben Ausrüstung und Material für die Lehrer stellt der FMF jeweils 10 Fußbälle, 20 Kegel und 10 Leibchen pro Schule kostenlos zur Verfügung.

Auf kurze Sicht beabsichtigt der FMF, gute Bedingungen für Fußballunterricht in den Grundschulen zu schaffen.

Besonders am Herzen liegt dem FMF die Nachhaltigkeit des Projekts. Deshalb sollen ab 2020 spezifische Fußballklassen entstehen.

Der Verband hat das Kultusministerium darum ersucht, eine Grundsatzvereinbarung zu unterzeichnen und so die Umsetzung der ersten vier Säulen der neuen FMF-Entwicklungsstrategie 2020-24 zu ermöglichen: Fußball in Kindergärten, Fußball in Schulen, spezialisierte Fußballklassen und Fußballakademien. Damit steht der Kinderfußball zuoberst auf der Prioritätenliste des FMF für die nächsten vier Jahre.

Dieser Artikel stammt ursprünglich aus UEFA Direct Nr. 188

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