FIGC und „Special Team Legends“ für Ex-Fußballer in Not

Der Italienische Fußballverband (FIGC) und die gemeinnützige Organisation Special Team Legends (STL) haben kürzlich ein neues Instrument im Bereich der sozialen Verantwortung auf den Weg gebracht, dessen Zweck darin besteht, Gelder zur Verwirklichung eines Wohnprojekts für in Not geratene ehemalige Fußballer zu sammeln.

©FIGC

Der Italienische Fußballverband (FIGC) und die gemeinnützige Organisation Special Team Legends (STL) haben kürzlich ein neues Instrument im Bereich der sozialen Verantwortung auf den Weg gebracht, dessen Zweck darin besteht, Gelder zur Verwirklichung eines Wohnprojekts für in Not geratene ehemalige Fußballer zu sammeln. Die Initiative wurde in Mailand in Anwesenheit zahlreicher großer Persönlichkeiten des italienischen Fußballs, darunter die Weltmeister Andrea Pirlo, Gianluca Zambrotta, Giuseppe Bergomi und Marco Tardelli, vorgestellt. „Mit der ,Legends‘-Sektion des Club Italia“, so FIGC-Präsident Gabriele Gravina, „haben wir uns der Initiative der gemeinnützigen Stiftung STL von Paolo Maldini und Beppe Dossena angeschlossen und unterstützen Charity-Projekte im Bereich der sozialen Verantwortung.“ „Die Fußballwelt“, erklärte Paolo Maldini, „ist geblendet vom Scheinwerferlicht. Doch wenn die Lichter ausgehen, erkennt man, dass zahlreiche unserer Kollegen in erbärmlichen Umständen leben, die häufig aus Scham verschwiegen werden, und dass nicht geholfen werden kann, weil niemand um Hilfe bitten möchte.“

Anschließend skizzierte Marco Brunelli den neuen, visionären Charakter des „Club Italia“: „Diese kürzlich umgestaltete, für die Entwicklung der Nationalmannschaften zuständige Abteilung des Verbands profitiert von der Einbindung ehemaliger Weltmeister, sowohl aufgrund ihrer Erfahrung als auch hinsichtlich der Unterstützung der Entscheidungsfindung des Managements durch die Schaffung eines echten Vorstands. Für den von Antonio Cabrini koordinierten Bereich der ,Legenden‘ werden darüber hinaus Schulkampagnen sowie sportliche Aktivitäten wie Schaupartien gegen All-Star-Teams anderer Verbände auf dem Programm stehen.“

Wie bereits erwähnt, basiert die Zusammenarbeit zwischen FIGC und STL auf der Unterstützung von Ex-Fußballern in prekären Lebenssituationen. Beppe Dossena erklärte, dass es dabei nicht um direkte finanzielle Hilfen gehe, sondern um die Bereitstellung von Gesundheits- und Sozialleistungen, damit die Spielerinnen und Spieler auch nach ihrer Karriere oder im Rentenalter noch in Würde leben könnten. „Die Gründe für das Elend“, so Dossena weiter, „finden sich in gescheiterten Ehen, falschen Investitionen, der Unfähigkeit, das Leben nach der Karriere in den Griff zu bekommen, oder Depressionen, die oftmals zu gefährlichen Abhängigkeiten führen. Wir sprechen hier über Personen im Alter von 40, 50 oder 60 Jahren, die womöglich keine enormen Summen verdient haben. Einige von ihnen haben nicht einmal genug Geld zum Einkaufen. Die Idee ist, einen Teil der zusammengebrachten Mittel auch anderen Sportarten zur Verfügung zu stellen.“

Dieser Artikel stammt ursprünglich aus UEFA Direct Nr. 185

 

 

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