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Luxemburg feiert seine Helden

Nach 36 Jahren hat Luxemburg endlich wieder einmal ein Qualifikationsspiel für eine FIFA-WM gewonnen. Bei der Rückfahrt ins Großherzogtum erlebte der Mannschaftsbus eine der besten Feiern aller Zeiten.

Luxemburg im Freudentaumel nach dem 2:1 gegen die Schweiz
Luxemburg im Freudentaumel nach dem 2:1 gegen die Schweiz ©Getty Images

Nach 36 Jahren hat Luxemburg endlich wieder einmal ein Qualifikationsspiel für eine FIFA-Weltmeisterschaft gewonnen; mit 2:1 gegen die Schweiz in Zürich. Bei der Rückfahrt ins Großherzogtum erlebte der Mannschaftsbus eine der besten Feiern aller Zeiten.

Unglücklicher Start
Am ersten Spieltag der Gruppe 2 verlor Luxemburg zu Hause noch mit 0:3 gegen Griechenland, deshalb wurde von der Truppe von Guy Hellers vor der Partie am 10. September im Letzigrund-Stadion nicht viel erwartet. Das Ergebnis war am Ende eine Sensation. Jeff Strasser und Alphonse Leweck sorgten mit ihren Toren für die totale Blamage von Ottmar Hitzfelds Schweizern. "Für uns ist das einfach nur ein toller Tag, wir sind absolut begeistert", sagte Strasser.

"Ich bin stolz"
Hellers, der am 10. Oktober 44 Jahre alt wird, lief nach dem Schlusspfiff um den Platz herum und sagte: "Heute haben wir eine Mannschaft gesehen, die unbedingt ein gutes Ergebnis holen wollte. Sie haben sich diesen Sieg mit ihrer Einsatzfreude verdient. Im Gegensatz zur Partie gegen Griechenland haben wir keine Geschenke verteilt und in der Defensive keine Fehler gemacht. Ich bin stolz auf meine Mannschaft."

Lustige Rückreise
Die 600 Kilometer lange Rückreise war eine riesige Party, die Spieler sangen und tanzten, bis sie am kommenden Morgen um 6.00 Uhr MEZ in Luxemburg ankamen. Leweck hatte immer wieder sein Tor vor Augen, er sagte: "Der Freistoßtrick war eine spontane Aktion von Jeff Strasser und mir. Der Pass war perfekt, und ich habe den Ball ideal getroffen. Als ich gesehen habe, dass er drin war, war das ein unbeschreibliches Gefühl."

Bemerkenswerte Vorstellung
Hellers fügte hinzu: "Meine Spieler sind über sich hinausgewachsen, ich habe jedem einzelnen zu seiner Leistung gratuliert. Wenn man bedenkt, dass wir nur zwei Profis haben und sogar fünf U21-Spieler, dann ist unser Erfolg sogar noch bemerkenswerter. Wir befinden uns in einem Umbruch, aber wir haben gezeigt, dass man mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auch gegen einen favorisierten Gegner etwas erreichen kann."