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Europas Wunderkinder: Davie Selke

UEFA.com setzt seine wöchentliche Serie über Europas Wunderkinder fort. Diesmal befassen wir uns mit Davie Selke vom SV Werder Bremen.

Davie Selke hat sich bei Bremen weiterentwickelt
Davie Selke hat sich bei Bremen weiterentwickelt ©Getty Images

UEFA.com setzt seine wöchentliche Serie über Europas Wunderkinder fort. Diesmal befassen wir uns mit Davie Selke vom SV Werder Bremen.

Name: Davie Selke
Klub: SV Werder Bremen
Debüt:
3. November 2013 gegen Hannover 96 (Bundesliga)
Position:
Stürmer
Nationalität:
Deutscher
Geboren:
20. Januar 1995
Bevorzugter Fuß:
rechts
Größe:
192 cm

Andere sagen ...
"Wir freuen uns, dass sich Davie langfristig für den SV Werder Bremen entschieden hat. Er hat sein Potential gezeigt und großen Einsatzwillen bewiesen. Wir sind uns sicher, dass er in den nächsten Jahren einen weiteren wichtigen Schritt machen wird und wir alle viel Freude an ihm haben werden."
Thomas Eichin, Manager von Werder Bremen

"Davie Selke ist sehr ehrgeizig, egal wo und wie lange er spielt. Er ist immer mit Herz und Vollgas dabei. Wir müssen froh sein bei Werder, dass wir einen solchen Spieler haben, der bei der [U19-]EM nicht nur Mitläufer ist, sondern Leistungsträger."
Bremens Trainer Victor Skripnik

"Davie Selke arbeitet auch defensiv viel und er hat auch sicher das gewisse Etwas, das es im Strafraum braucht."
Marcus Sorg, U19-Nationaltrainer

Seine Geschichte ...
Selkes Vater kommt aus Äthiopien, er selbst ist in der Nähe von Stuttgart geboren und aufgewachsen. Der 20-Jährige hat in seiner Jugend bei vier verschiedenen Amateurvereinen gespielt, bis er dann zum VFB Stuttgart wechselte. Allerdings verließ er die Schwaben wieder, um bis zu seinem 14. Lebensjahr für den 1. FC Normannia Gmünd aufzulaufen. 2009 zog es ihn zur TSG 1899 Hoffenheim, von wo aus er drei Jahre später den Weg nach Bremen fand. Bei Werder spielte er zuerst in der zweiten Mannschaft, bis er dann am 3. November 2013 für die Profis in der Bundesliga debütierte. Er wurde erst kürzlich zu Bremens Sportler des Jahres 2014 gewählt.

Spielstil ...
Selke ist mit 1,92 Meter ein eher großer Stürmer, der durchaus technisches Talent angedeutet hat und vor dem Tor schon sehr abgeklärt ist. Daher ist es kein Wunder, dass ihm kürzlich in der Bundesliga in neun Spielen vier Tore und vier Vorlagen gelangen. Solche deutschen Stürmer sind aktuell eher nicht so häufig zu finden. Durch sein gutes Tempo kommt er oft in Torschuss-Positionen, außerdem zeichnet er sich durch großes Engagement auf dem Platz aus.

Erinnert an ...
Natürlich sehnt man sich in Bremen nach einem neuen Miroslav Klose – da ist es kein Wunder, dass Selke bereits öfter mit dem WM-Rekordtorschützen verglichen wurde. Sein Antritt, seine Bewegungen und sein Torriecher sowie sein nimmermüder Einsatz für die Mannschaft erinnern in der Tat ein wenig an den Ex-Bremer.

Erstes Ausrufezeichen ...
In der Saison 2014/15 gelang Selke zwar bereits im vierten Spiel in Augsburg sein erstes Bundesligator, doch dann blieb er bis Ende November ohne Treffer, obwohl er immer wieder eingesetzt wurde. Seinen richtigen Durchbruch feierte er dann in den Monaten Dezember, Januar und Februar, als er in neun Ligaspielen vier Tore schoss und vier Vorlagen beisteuerte. Exemplarisch dafür kann man das Spiel gegen Dortmund (2:1) nehmen, als er in der dritten Minute das 1:0 mit einem Schuss in die obere rechte Ecke erzielte und nach rund einer Stunde seinem Mannschaftskameraden Fin Bartels das 2:0 vorlegte.

Gute Aussichten ...
Selkes Karriere hat zwar erst begonnen, doch er ist bereits jetzt einer der wichtigsten Spieler der Hanseaten. Vor dem Tor hat er sich schon als abgezockter Spieler erwiesen, für den die persönliche Weiterentwicklung bei Werder im Vordergrund steht. Nach dem Rücktritt von Miroslav Klose fehlt der deutschen Nationalmannschaft zudem ein echter Stoßstürmer. In diese Rolle könnte Selke selber hineinwachsen, auch wenn er dazu meinte: "Davon bin ich noch sehr weit weg. Natürlich träumt jeder davon, sein Land zu vertreten und für die Nationalmannschaft zu spielen. Das ist bei mir aktuell aber noch kein Thema."

Er sagt ...
"Das ist weit mehr als das, was ich mir erträumt hatte. Ich habe mich auf das schnellere Spiel, auf die Medien und die Stimmung im Stadion eingestellt. Ich bin kein Spieler für die Zehner-Position oder so etwas. Ich fühle mich in der Sturmspitze am wohlsten. Es freut mich total, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren weiterhelfen kann."