UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Khalida Popal, Juan Mata und Deutscher Fußball-Bund mit #EqualGame-Auszeichnung der UEFA geehrt

Im Rahmen der Zeremonie für die Auslosung der UEFA Nations League würdigt die UEFA die so wichtige Arbeit in Sachen Bekämpfung von Diskriminierung und sozialer Inklusion.

UEFA via Getty Images

Die UEFA vergibt diese Woche drei #EqualGame-Auszeichnungen, mit denen herausragende Leistungen bei der Förderung von Inklusion und Vielfalt im Fußball gewürdigt werden.

Khalida Popal, Juan Mata und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben allesamt klare Führungsqualitäten dabei bewiesen, für mehr Offenheit, Vielfalt und Teilhabe im Fußball zu sorgen. In der Saison 2020/21 und darüber hinaus nahmen sie eine besondere Vorbildfunktion ein.

Die Preisträger werden im Rahmen der Auslosung der UEFA Nations League am Donnerstag, 16. Dezember geehrt. Diese wird ab 18.00 Uhr MEZ live auf UEFA.com übertragen.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin:

„Jeder der drei #EqualGame-Preisträger ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie der Fußball als Katalysator für positive Veränderungen genutzt werden kann. Sie können und sollten besonders stolz auf ihre Leistungen sein und ich möchte ihnen persönlich für ihre vorbildliche Führungsrolle danken, die hoffentlich viele andere Menschen inspirieren wird.“

Michele Uva, UEFA-Direktor Fußball und soziale Verantwortung:

„Khalida, Juan und der DFB haben alle sehr viel Herz und Engagement gezeigt. Sie haben Wege gefunden, wie sie ihre Stellung im Fußball nutzen können, um das Leben anderer zu verbessern und Menschen für ihre wichtigen Anliegen zu mobilisieren. Somit sind sie fantastische Vorbilder für uns alle – für Spielerinnen und Spieler, Fans und Nationalverbände. Sie zeigen, was es bedeutet, sich um andere Menschen, insbesondere um die Schwächsten in der Gesellschaft, zu kümmern.“

Khalida Popal: ein Lichtblick für Frauen im Fußball auf der ganzen Welt

Khalida Popal erhält die #EqualGame-Auszeichnung für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Bekämpfung geschlechterspezifischer Stereotypen und für ihre Bemühungen, Mädchen, Frauen und Minderheiten durch den Sport eine Stimme zu geben.

Die 34-Jährige musste ihre Heimat Afghanistan, wo sie eine Frauen-Nationalmannschaft gegründet hatte, vor zehn Jahren verlassen. Während ihrer Zeit in norwegischen und dänischen Flüchtlingszentren setzte sie auf die Kraft des Fußballs, um anderen Frauen und sich selbst dabei zu helfen, Stress, Trauma und Depression zu bewältigen, und um Freude und Hoffnung in das Leben dieser Frauen zu bringen. Popal lebt nun in Dänemark und nutzt den Fußball weiterhin, um Möglichkeiten für soziale Inklusion zu schaffen – unter anderem ist sie Gründerin der Organisation „Girl Power“ und Botschafterin der Weltmeisterschaft für Straßenkinder.

Seit den Unruhen in Afghanistan und der Eroberung Kabuls durch die Taliban in diesem Jahr arbeitet Popal unermüdlich daran, die Spielerinnen ihrer ehemaligen Mannschaft zu evakuieren, und sicherzustellen, dass diese einen neuen Ort zum Leben finden.

Khalida Popal, Gewinnerin der #EqualGame-Auszeichnung:

„Es ist nicht nur eine Anerkennung für mich und meine Arbeit, sondern soll auch andere Frauen und Mädchen dazu inspirieren, ihre Plattformen und die Kraft ihrer Stimme zu nutzen, damit der Fußball attraktiver und inklusiver wird.“

Juan Mata: ein sozial verantwortlicher Mittelfeldspieler von Manchester United

Juan Mata, Europameister 2012 sowie Sieger der UEFA Champions League und der UEFA Europa League, ist ein Spieler, der sich in ganz besonderem Maße gesellschaftlich engagiert. 2017 war er Mitbegründer von „Common Goal“, einem perfekten Beispiel für sein Engagement abseits des Spielfelds.

Ziel der Stiftung ist es, positive Veränderungen in sozial benachteiligten Wohngegenden zu bewirken sowie die Kraft und Beliebtheit des Fußballs zu nutzen, um die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu bekämpfen, Inklusion zu fördern und benachteiligten Kindern neue Möglichkeiten zu bieten.

Mata konnte Spieler/-innen, Trainer/-innen und andere Persönlichkeiten, darunter UEFA-Präsident Aleksander Čeferin, dazu bewegen, ein Prozent ihres Gehalts für das Projekt zu spenden. Somit zeigt er, dass der Fußball auf der ganzen Welt in der Lage ist, positiven Wandel zu bewirken.

Juan Mata, Gewinner der #EqualGame-Auszeichnung:

„Ich bin stolz auf die Arbeit unserer Organisationen und ebenso stolz auf die Lebensgeschichten von Menschen, die schwierige Probleme überwunden haben. Denn das möchten wir mit ,Common Goal‘ erreichen – Menschen sollen die Chance haben, über ihre Zukunft zu entscheiden.“

DFB-Engagement: Fußball für alle

Der DFB ist der weltweit größte Sportverband und sieht es als seine Aufgabe an, den Fußball in Deutschland als einen Sport für alle zu fördern. Dabei wird ein deutlicher und nachhaltiger Fokus auf Inklusion gelegt. Der Verband steht für Vielfalt ein und setzt auf deren Nutzen für den Fußball und die Gesellschaft. Im Zuge seines Programms „Fußball für alle” verpflichtet sich der DFB, ein sicheres und inklusives Umfeld zu schaffen, in dem jeder Spaß am Fußball haben kann.

Der DFB war einer der ersten Fußballverbände, die Flüchtlinge aktiv unterstützt haben. Aus dem anfänglichen Angebot für Flüchtlinge, Fußball zu spielen wurde ein umfassendes Programm zu sozialer Integration. Außerdem bietet der DFB eine Weiterbildungsinitiative an, damit Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund die für den Einstieg in die Administration oder die Teilnahme an Volunteer-Programmen nötigen Qualifikationen erwerben und sich entsprechend integrieren können.

Ferner wurden ein umfassender Aktionsplan und Materialien für so vielfältige Angebote wie möglich erarbeitet; dazu richtete der DFB im Januar 2021 eine nationale Kontaktstelle für LGBTQI+-Fragen im Fußball ein. Die Hauptziele dieser unabhängigen Stelle sind die Schaffung einer größeren Sichtbarkeit für Menschen der LGBTQI+-Community im Sport, die Entwicklung und der Austausch von bewährten Vorgehensweisen und die enge Zusammenarbeit mit allen Interessenträgern im Hinblick auf mehr Inklusion im Fußball.

Erster DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch:

„Der DFB ist davon überzeugt, dass der Fußball ein Motor zur Förderung des gesellschaftlichen Zuammenhalts sein kann. Die heutige Auszeichnung gilt allen Mitarbeitenden des DFB, die sich für Gleichberechtigung im Fußball einsetzen – ein Thema, das heute wichtiger ist denn je.“

#EqualGame-Auszeichnungen

Seit 2018 werden die #EqualGame-Auszeichnungen im Rahmen der Respect-Kampagne der UEFA verliehen. Der Dachverband würdigt damit Personen oder Fußballorganisationen, die in den Bereichen Vielfalt, Inklusion und Zugang zum Fußball in Europa vorbildhaft agieren.