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UEFA begrüßt Entschließung des Europäischen Parlaments zur EU-Sportpolitik

Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) lehnen die sogenannte „Super League” ausdrücklich ab

Das Europäische Parlament verabschiedete heute eine umfassende Entschließung zur EU-Sportpolitik und forderte Maßnahmen zum Schutz des europäischen Sports, der durch Abspaltungsvorhaben wie die versuchte Gründung einer europäischen „Super League“ gefährdet wird. Die Entschließung entstand unter der Federführung des ehemaligen polnischen Nationalspielers Tomasz Frankowski (MdEP) und wurde von einer überwältigenden Mehrheit der aus den 27 EU-Mitgliedstaaten stammenden Abgeordneten des Europäischen Parlaments angenommen.

Die UEFA begrüßt die Entschließung als einen wichtigen Schritt hin zu einem europäischen Sportmodell, das auf Werten, Solidarität und sportlichem Verdienst beruht. Der „Frankowski-Bericht“ enthält konkrete Empfehlungen zu wichtigen Themen wie Good Governance, Solidarität, Geschlechtergleichstellung, Vielfalt und Grundrechte, Integrität, Breitensport, Nachhaltigkeit sowie Gesundheit und Wohlbefinden.

Darüber hinaus äußert sich das Parlament als wichtige politische Institution der Europäischen Union unmissverständlich zu den großen Bedrohungen, denen der europäische Sport aktuell gegenübersteht. Die Abgeordneten verurteilen abtrünnige Wettbewerbe wie die sogenannte europäische „Super League“ auf das Schärfste, da diese die Werte und Grundsätze des europäischen Sports untergraben, nur elitären Interessen dienen und ausschließlich im Zeichen des Profits stehen, ohne dabei Rücksicht auf inklusive Entscheidungsfindungsprozesse zu nehmen. Auch jüngste Vorschläge, die Weltmeisterschaft im Zweijahresrhythmus auszutragen, lehnt das Europäische Parlament ab und fordert Sportverbände auf, die aktuelle Frequenz großer internationaler Wettbewerbe beizubehalten. Zudem appellieren die Abgeordneten, europäische Rahmenbedingungen zur Modernisierung von Spielertransfersystemen zu schaffen, die den konkreten europäischen Bedürfnissen, Standards und Zielen gerecht werden.

Die UEFA wird mit den Nationalverbänden und den wichtigsten Interessenträgern des europäischen Fußball – Fans, Spielerinnen und Spielern, Klubs und Ligen – zusammenarbeiten, um die Empfehlungen umzusetzen und die Ziele der Entschließung zu erreichen. Die Sportdachverbände und die europäischen Institutionen sollten weiterhin möglichst eng im Hinblick auf europäische Prioritäten, politische Ziele und Ergebnisse für die Gesellschaft zusammenarbeiten.

Ferner erkennt der Bericht „die Anstrengungen an, die von Sportorganisationen und -verbänden unternommen werden, um die Umsetzung von Grundsätzen der verantwortungsvollen Verwaltung im Bereich des Sports sicherzustellen“. Vor diesem Hintergrund hat die UEFA den Initiator der Entschließung und Co-Vorsitzenden der Sportgruppe des Europäischen Parlaments, Tomasz Frankowski, eingeladen, seinen Bericht Anfang 2022 anlässlich der nächsten Plenarsitzung der „Konvention zur Zukunft des europäischen Fußballs“ vorzustellen.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin äußerte sich folgendermaßen zu der Entschließung: „Die Botschaft des Europäischen Parlaments, das im Namen der Bürgerinnen und Bürger der EU spricht, ist eindeutig: Europa und die Menschen in Europa lehnen Abspaltungsvorhaben wie die gescheiterte europäische ,Super League‘, welche die Werte des europäischen Sports bedrohen, grundsätzlich ab. Der europäische Fußball ist kein Markt, der nur den Interessen und dem Profit einiger weniger dient – er ist eine europäische Erfolgsgeschichte und dient der gesamten Gesellschaft. Wir werden weiterhin mit der EU zusammenarbeiten, um das europäische Sportmodell im Fußball zu stärken und zu schützen.“