Vorübergehend keine UEFA-Spiele in Armenien und Aserbaidschan

Elite- und Endrunde der UEFA-U19-Europameisterschaft 2019/20 abgesagt

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Angesichts der angespannten Sicherheitslage in der Region Bergkarabach hat das UEFA-Exekutivkomitee heute beschlossen, dass bis auf Weiteres keine UEFA-Klub- und -Nationalmannschaftswettbewerbsspiele in Armenien und Aserbaidschan ausgetragen werden.

Nach eingehender Lagebeurteilung des Ende September ausgebrochenen Konflikts – aufgrund dessen bereits ein Playoff-Spiel der Europa League und zwei Spiele der Nations League auf neutrale Spielorte verlegt werden mussten – ist die UEFA ist zum Schluss gekommen, dass die Bedingungen, in diesen Ländern UEFA-Spiele durchzuführen, derzeit nicht gegeben sind.

Die Nationalverbände Armeniens und Aserbaidschans sowie deren Klubs werden entsprechend aufgefordert, für ihre nächsten Heimspiele in den UEFA-Wettbewerben Ausweichstadien vorzuschlagen.

Die Lage in der Region wird weiter beobachtet, und die heutige Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees hat keine Auswirkungen auf die Vorbereitungen für die EM-Endrundenspiele in Baku im Juni nächsten Jahres.

Das UEFA-Exekutivkomitee hat zudem beschlossen, die Eliterunde sowie die in Nordirland vorgesehene Endrunde der UEFA-U19-Europameisterschaft aufgrund der weiterhin problematischen epidemiologischen Situation und den damit einhergehenden Reiseschwierigkeiten abzusagen.

Da die U19-Europameisterschaft 2019/20 auch als Qualifikationswettbewerb zur im Mai 2021 geplanten FIFA-U20-Weltmeisterschaft gedient hätte, wurde entschieden, dass die fünf europäischen Startplätze an die fünf in der Koeffizientenrangliste für die Qualifikationsrunde der Saison 2019/20 bestplatzierten Teams vergeben werden.

Die europäischen Vertreter bei der FIFA-U20-Weltmeisterschaft sind somit (in alphabetischer Reihenfolge) England, Frankreich, Italien, die Niederlande und Portugal.