UEFA-Treffen mit den Generalsekretären der 55 Mitgliedsverbände

Zu den besprochen Themen gehörten mögliche Lösungen für Probleme im Zusammenhang mit COVID-19 in Europa

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Die UEFA hat sich heute in einer Videokonferenz mit den Generalsekretären ihrer 55 Mitgliedsverbände getroffen, um Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der UEFA-Wettbewerbe vor dem Hintergrund der aktuellen Situation zu besprechen; dabei ging es insbesondere um die Klub-, Nationalmannschafts- sowie Juniorinnen- und Juniorenwettbewerbe.

Im Rahmen der Klubwettbewerbe konzentrierte sich die Diskussion auf die bevorstehenden Qualifikationsrunden. In diesem Zusammenhang wurde der unlängst veröffentlichte Anhang I der Ausgabe 2020/21 der Reglemente der UEFA Champions League und der UEFA Europa League ausführlich erläutert, der Bestimmungen zu Reisebeschränkungen und positiven COVID-19-Testergebnissen enthält, die einen Einfluss auf die Fortsetzung der Wettbewerbe haben können.

Es wurde hervorgehoben, dass bei von Behörden verhängten Reisebeschränkungen und Quarantänemaßnahmen manche Spiele gegebenenfalls in neutrale Länder/Stadien verlegt werden müssen. Für diese Fälle wurden ausführliche Szenarien präsentiert.

Die UEFA dankt diesbezüglich vier Verbänden für ihre Zusammenarbeit (Polen, Ungarn, Griechenland und Zypern). So können neutrale Austragungsorte bereitgestellt werden, da diese Länder einige ihrer Stadien an den geplanten Spieltagen freihalten und einen Reisekorridor für die Mannschaften zur Verfügung stellen, um ohne Einschränkungen einzureisen und das Spiel zu bestreiten.

Außerdem wurden die Länderspielperiode im September und die damit einhergehenden Schwierigkeiten für Nationalmannschaften besprochen. Dabei wurde betont, dass diese mit denselben Beschränkungen konfrontiert sein werden. Zwischen der UEFA und allen Mannschaften wird eine enge Zusammenarbeit erforderlich sein, um die reguläre Austragung aller Spiele sicherzustellen. Die Möglichkeit, Länderspiele in neutralen Stadien auszutragen, kann zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden.

Sowohl die UEFA als auch die Nationalverbände sind sich der Bedeutung einer Wiederzulassung von Fans in den Stadien bewusst, aber die Situation in Europa stellt sich in dieser Hinsicht sehr unterschiedlich dar. Die UEFA beobachtet kontinuierlich die Entwicklung der Vorschriften und Bestimmungen in den verschiedenen Ländern. Eine Neubewertung der Situation ist für Mitte August geplant und soll darüber Aufschluss geben, ob die aktuelle Entscheidung, alle Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen, zumindest teilweise aufgehoben werden kann.

Schließlich wurden auch die Juniorinnen- und Junioren-Nationalmannschaftwettbewerbe besprochen, darunter Vorschläge, die meisten Veranstaltungen auf das Frühjahr 2021 zu verschieben.

Für Ende August ist ein weiteres Treffen geplant, um einige der ausstehenden Angelegenheiten zu klären.