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Der Weg hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit

Ein Kulturwandel ist erforderlich, um wirkliche Gerechtigkeit im Fußball zu erreichen – dies ist eine zentrale Botschaft einer von der UEFA geförderten und in der aktuellen Ausgabe von UEFA Direct vorgestellten Studie zur Geschlechtergerechtigkeit in der Fußball-Governance.

 Die Französin Stéphanie Frappart leitete Partien großer europäischer Männer-Klubwettbewerbe, darunter das Gruppenspiel der UEFA Europa League zwischen dem FC Granada und AC Omonia Nikosia letzten November.
Die Französin Stéphanie Frappart leitete Partien großer europäischer Männer-Klubwettbewerbe, darunter das Gruppenspiel der UEFA Europa League zwischen dem FC Granada und AC Omonia Nikosia letzten November. Getty Images

Lesen Sie den vollständigen Artikel in UEFA Direct Nr. 193.

Im offiziellen Magazin der UEFA werden Ergebnisse der Studie „Die Rolle von Männern bei der Geschlechtergerechtigkeit in der Fußball-Governance verstehen“ vorgestellt, deren Autorinnen zu dem Schluss kommen, dass die Unterstützung von Frauen im Fußball nicht gleichbedeutend mit der Förderung des Frauenfußballs ist.

Die Studie ist eines von sechs im Rahmen des UEFA-Forschungsstipendien-Programms 2019/20 ausgewählten Forschungsprojekten und wurde gemeinsam von Dr. Donna de Haan, Lehrbeauftragte an der Universität für angewandte Wissenschaften in Den Haag (Niederlande), und Prof. Dr. Leanne Norman von der Leeds Beckett University (England) verfasst.

Die Erkenntnisse der Wissenschaftlerinnen beruhen auf bis Februar 2020 geführten Gesprächen mit 34 Angestellten – 24 Männern und 10 Frauen – von sieben Nationalverbänden. Dr. de Haan war überrascht festzustellen, dass die Befragten nicht wirklich unterschieden zwischen Frauen, die Fußball spielen, und Frauen, die im Fußball arbeiten. Zudem ist sie der Ansicht, dass die Geschlechtergerechtigkeit im Fußball immer noch als „wünschenswert“ und nicht als „erforderlich“ angesehen werde.

„Die Einstellung einer Frau in der Finanzabteilung sollte nicht mit dem Erfolg der Frauennationalmannschaft in Verbindung gebracht werden.“

„Es braucht eine kulturelle Veränderung“, fügte Dr. de Haan hinzu. „Es reicht nicht zu sagen, dass Frauen im Fußball Wertschätzung erhalten, wenn gleichzeitig keine Frauen in Führungspositionen anzutreffen sind.“

„Meiner Meinung nach ist Geschlechtergerechtigkeit in der Gesellschaft erforderlich und nicht nur wünschenswert. Der Sport hat dabei eine Rolle zu spielen und es bewegt sich etwas, doch müssen die Führungspersonen, Politik- und Regierungsvertreter handeln.“

UEFA-Forschungsstipendien-Programm

Das UEFA-Forschungsstipendien-Programm ist ein prestigeträchtiges Zuschussprogramm für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Rahmen von Forschungsprojekten zur Verbesserung der strategischen Entscheidungsfindung im europäischen Fußball mit Nationalverbänden zusammenarbeiten. Die Jury des UEFA-Forschungsstipendien-Programms setzt sich aus Vertretern des europäischen Fußballs und angesehenen akademischen Vertretern zusammen.

Hier finden Sie nähere Informationen zum Programm.