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Die Geschichte der Fußball-EM im Zeitraffer

Eine kleine Zeitreise zeigt, wie die Fußball-Europameisterschaft die Grenzen des europäischen Fußballs kontinuierlich verschoben hat. Eine kurzer historischer Abriss, vom Traum des Pioniers Henri Delaunay in den 1920er-Jahren bis zur EURO 2020 in zwölf Ländern.

Der Henri-Delaunay-Pokal.
Der Henri-Delaunay-Pokal. ©Getty Images

UEFA-Direct-Artikel: Entstehung der Fußball-Europameisterschaft

1927

Henri Delaunay, die treibende Kraft hinter dem Wettbewerb.
Henri Delaunay, die treibende Kraft hinter dem Wettbewerb.©AFP

Henri Delaunay, Generalsekretär des Französischen Fußballverbands (FFF), und Hugo Meisl, Trainer des österreichischen Wunderteams der 1930er-Jahre, schlagen die Einführung eines europäischen Nationenpokals vor. Die FIFA lehnt den Vorschlag ab, doch Delaunay verfolgt seinen Traum unbeirrt weiter.

1954

Als Generalsekretär der frisch gegründeten UEFA setzt Henri Delaunay eine dreiköpfige Kommission ein, welche die Machbarkeit eines europäischen Wettbewerbs für Nationalmannschaften prüfen soll. Trotz des Vorschlags der Kommission, den neuen Wettbewerb als Qualifikation für die FIFA-Weltmeisterschaft zu nutzen, wird die Idee beim ersten Kongress der UEFA im März 1955 in Wien verworfen. Die europäischen Vereine sind nicht bereit, ihre Spieler für zusätzliche Länderspiele abzustellen.

November 1955

Henri Delaunay stirbt – sein Sohn Pierre tritt nicht nur seine Nachfolge als UEFA-Generalsekretär an, sondern treibt die Idee eines europäischen Nationalmannschaftswettbewerbs weiter voran: „Ob man es will oder nicht, die Entwicklung ist nicht aufzuhalten (...) Der europäische Wettbewerb wird letztendlich lanciert werden und früher oder später so gut wie alle Verbände in seinen Bann ziehen.“

Juni 1958

Ebbe Schwartz (Dänemark), UEFA-Präsident im Jahr 1958.
Ebbe Schwartz (Dänemark), UEFA-Präsident im Jahr 1958.©UEFA

Beim UEFA-Kongress in Stockholm ist der Vorschlag für eine Fußball-Europameisterschaft wieder auf der Tagesordnung, doch bis zur Mittagspause können sich die Delegierten nicht einigen. Schließlich spricht UEFA-Präsident Ebbe Schwartz (Dänemark) ein Machtwort und gibt bekannt, dass die Auslosung am 6. Juni stattfinden wird – zwei Tage nach dem Kongress und zwei Tage vor Beginn der WM-Endrunde, die ebenfalls in Schweden stattfindet.

Der Wettbewerb wird „Europapokal der Nationen“ genannt, und Ebbe Schwartz schlägt vor, die Trophäe „Henri-Delaunay-Pokal“ zu nennen, zu Ehren des französischen Pioniers und Initiators des neuen Wettbewerbs. 17 Verbände zahlen die Anmeldegebühr in Höhe von 200 Schweizer Franken für die Teilnahme an der Ausgabe 1958-60 – die vier britischen Teams sowie Deutschland, Italien, die Niederlande und Schweden bleiben dem Wettbewerb jedoch fern.

September 1958

In Moskau findet am 28. September die allererste Partie des neuen Nationenpokals statt: Im Achtelfinal-Hinspiel vor 100 572 Zuschauern siegt die Sowjetunion gegen Ungarn mit 3:1. Anatoli Iljin braucht lediglich vier Minuten, um sich die Ehre des ersten EM-Torschützen der Geschichte zu sichern.

1960

Der sowjetische Kapitän Igor Netto mit dem Pokal nach dem EM-Finale 1960.
Der sowjetische Kapitän Igor Netto mit dem Pokal nach dem EM-Finale 1960.©AFP

In Frankreich wird die erste Endrunde mit vier Mannschaften ausgetragen. Dank einem 2:1-Sieg über Jugoslawien im Juli 1960 in Paris kürt sich die Sowjetunion zum ersten Fußball-Europameister. Von nun an geht es für den Wettbewerb nur noch aufwärts – zur zweiten Ausgabe zwei Jahre später melden sich bereits 29 Verbände an.

1966

Mit der Einführung von Gruppenspielen in der Qualifikation wird aus dem Europapokal der Nationen die Europameisterschaft. Auf die Gruppenphase folgten Viertelfinalbegegnungen in Hin- und Rückspiel. Die Endrunde bleibt unverändert mit Halbfinale, Spiel um den dritten Platz und Endspiel.

1976

Antonín Panenkas legendärer Elfmeter im EM-Finale 1976.
Antonín Panenkas legendärer Elfmeter im EM-Finale 1976.©UEFA.com

Zur EURO 1976 in Jugoslawien schafft die UEFA die Wiederholung von Endspielen ab und ebnet so den Weg zu einem legendären Elfmeterschießen. Am Ende der Verlängerung steht es zwischen dem Überraschungsfinalisten Tschechoslowakei und Titelverteidiger Bundesrepublik Deutschland 2:2. Nachdem Uli Hoeneß seinen Versuch in den Belgrader Nachthimmel befördert hat, versenkt Antonín Panenka den Ball mit einem lässigen Heber mitten im Tor und sorgt so für eine dreifache Premiere:

• erster EM-Titel für die Tschechoslowakei;
• erstes großes Turnier, das im Elfmeterschießen entschieden wird;
• erster Spieler, nach dem eine Elfmeter-Ausführungsart benannt wird.

1978-80

Zum ersten Mal qualifizieren sich die Mannschaften direkt über die Gruppenphase für die Endrunde. Bei der EURO 1980 in Italien werden die acht Endrundenteilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Gruppensieger sind direkt für das Finale qualifiziert, die Zweitplatzierten bestreiten das Spiel um den dritten Platz.

1984

Die UEFA setzt die Feinabstimmung der Endrunde fort, indem sie Halbfinalbegegnungen nach der Gruppenphase einführt und das Spiel um den dritten Platz abschafft.

1996

Oliver Bierhoff erzielt im EM-Endspiel 1996 gegen Tschechien den Ausgleich für Deutschland.
Oliver Bierhoff erzielt im EM-Endspiel 1996 gegen Tschechien den Ausgleich für Deutschland.©Getty Images

Zur EURO 1996 in England weitet die UEFA die Endrunde auf 16 Teams aus – ein unerlässlicher Schritt, um der immer größer werdenden europäischen Fußballgemeinde Rechnung zu tragen.

2007

Die UEFA folgt einem vom Schottischen Fußballverband eingebrachten und von der Republik Irland, Lettland und Schweden unterstützten Antrag, eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich einer Endrunde mit 24 Mannschaften durchzuführen.

2016

Portugal wurde 2016 zum ersten Mal Europameister.
Portugal wurde 2016 zum ersten Mal Europameister.©Getty Images

Für die Endrunde 2016 wird das Teilnehmerfeld von 16 auf 24 Teams erhöht. Die Entscheidung der UEFA widerspiegelt die Leistungsdichte im europäischen Fußball, die bei der EURO 2016 in Frankreich deutlich zutage tritt. EM-Neulinge wie Island und Wales sind nicht nur zum ersten Mal dabei, sondern kommen weit im Turnier.

2020

Zum 60-jährigen Bestehen des Wettbewerbs bricht die UEFA mit der Tradition, die Endrunde in einem oder zwei Ländern auszutragen. Die EURO 2020 findet in zwölf verschiedenen Städten auf dem ganzen Kontinent statt. Sieben Länder werden zum ersten Mal EM-Gastgeber sein: Aserbaidschan, Dänemark, die Republik Irland, Rumänien, Russland, Schottland und Ungarn.

 

 

 

 

 

 

 

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