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UEFA stockt Unterstützung für Fußballentwicklungsprojekte auf

Der Dachverband plant, die Ausschüttungen aus den EM-Einnahmen an die 55 Nationalverbände ab 2025 um über 20 % zu erhöhen.

Die UEFA unterstrich am Mittwoch ihr Engagement, den europäischen Fußball vor der aktuellen Wirtschaftskrise zu schützen, mit der Entscheidung, die Finanzierung von Entwicklungsprojekten ihrer Mitgliedsverbände künftig deutlich zu erhöhen.

In seiner Ansprache beim 46. UEFA-Kongress in Wien gab Generalsekretär Theodore Theodoridis bekannt, dass für den sechsten Zyklus des äußerst erfolgreichen HatTrick-Entwicklungsprogramms der UEFA zusätzliche EUR 160 Mio. (+21 %) bereitgestellt werden.

Alle vier Jahre werden im Rahmen des HatTrick-Programms Einnahmen aus der Fußball-Europameisterschaft an alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände für Investitionen in Infrastruktur- und Entwicklungsprojekte ausgeschüttet. „Dies bedeutet, dass wir über unsere Mitgliedsverbände noch mehr in die Fußballentwicklung investieren können“, so Theodoridis.

Aleksander Čeferin: „Dann gewinnt der Fußball“

„Wenn die UEFA heute verspricht, ihre Solidaritätszahlungen zugunsten ihrer Mitgliedsverbände im kommenden Zyklus insbesondere im Rahmen des HatTrick-Programms zu erhöhen, und auch die Ausschüttungen an teilnehmende und nicht teilnehmende Vereine ihrer Wettbewerbe trotz wiederholter, den Fußball nicht verschonender Wirtschaftskrisen aufzustocken, dann gewinnt der Fußball“, ergänzte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin in seiner eigenen Rede.

Eine der größten Solidaritätsinitiativen im Sport

Das HatTrick-Programm gilt als eine der umfangreichsten Solidaritätsinitiativen im Sport und kommt allen Ebenen der Fußballpyramide zugute – vom Bau neuer Trainingsplätze für Nationalmannschaften über die Durchführung von Trainer- und Schiedsrichterkursen bis hin zum Wachstum des Breiten- und Frauenfußballs.

UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis gab einen Überblick über die zusätzlichen Mittel, die für Entwicklungsprojekte zur Verfügung stehen.
UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis gab einen Überblick über die zusätzlichen Mittel, die für Entwicklungsprojekte zur Verfügung stehen.

Die am Mittwoch bekanntgegebene Entscheidung wurde vom Exekutivkomitee und der UEFA-Finanzkommission genehmigt und bedeutet, dass die europäischen Fußballverbände im neuen Finanzierungszyklus jeweils EUR 17 Mio. erhalten werden.

„Wir sind überzeugt, dass höhere Investitionen in den Fußball und insbesondere in den Frauenfußball dem Sport letztlich sehr zugutekommen werden“, sagte David Gill, UEFA-Schatzmeister und Vorsitzender der Finanzkommission.

Die Zukunft des Fußballs sicherstellen

Im April 2020 hob die UEFA bestimmte Bedingungen für die Ausschüttung von HatTrick-Geldern auf, um es den Verbänden zu ermöglichen, bis zu 30 % der während des Finanzierungszyklus 2020-24 verfügbaren Gesamtsumme (je EUR 4,3 Mio.) für von der Pandemie beeinträchtigte Aktivitäten zu verwenden. Zahlreiche Fußballverbände nutzten die Unterstützung, um die unmittelbare Zukunft des Fußballs in ihrem Land zu gewährleisten.

„Wenn die UEFA all ihre Solidaritätsbeiträge trotz einer für sie beispiellosen finanziellen Krise ausbezahlt, und sie diese Zahlungen darüber hinaus im Voraus tätigt, um in Schwierigkeiten geratene Verbände und Vereine zu entlasten, dann gewinnt der Fußball“, so kommentierte der UEFA-Präsident den Vorgang in seiner Kongressrede.

Zum Wohle des Fußballs

Insgesamt reinvestiert die UEFA über 97 % ihrer Einnahmen in den Fußball, wobei weniger als 3 % ihrer Gesamteinnahmen für Verwaltungsausgaben aufgewandt werden.

Rund zwei Drittel davon werden an die über 200 an UEFA-Klubwettbewerben der Männer teilnehmenden Vereine verteilt. Darüber hinaus werden im Zeitraum 2020-24 EUR 1,2 Mrd. in die Fußballentwicklung investiert. Dieser Betrag umfasst die Kosten für 13 UEFA-Wettbewerbe, in denen das Wachstum des Männer- und des Frauenfußballs im Vordergrund stehen, sowie die Finanzierung des HatTrick-Programms.