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Kroatien trauert um Zlatko Kranjčar

Der frühere kroatische Nationaltrainer Zlatko Kranjčar, der zuvor als Stürmer bei Dinamo Zagreb und Rapid Wien Karriere gemacht hatte, ist im Alter von 64 Jahren im Krankenhaus verstorben.

Zlatko Kranjčar.
Zlatko Kranjčar. Getty Images

Zlatko „Cico“ Kranjčar führte die Elf seines Heimatlandes im ersten Länderspiel nach der Wiedererlangung der Selbständigkeit, am 17. Oktober 1990 in Zagreb gegen die USA, aufs Feld.

Der gebürtige Zagreber galt als einer der besten Stürmer, die Dinamo je hatte. In seinen zehn Jahren beim Hauptstadtverein bestritt er 307 Partien und schoss 125 Tore, wurde 1982 jugoslawischer Meister sowie Pokalsieger in den Jahren 1980 und 1983.

Erfolge auch in Österreich

Im selben Jahr wechselte der Angreifer zu Rapid Wien, wo er in sieben Jahren 106 Treffer in 201 Spielen erzielte. Damit war er maßgeblich an zwei Meisterschaften, drei ÖFB-Pokal-Gewinnen und drei Supercup-Siegen der Grün-Weißen beteiligt.

1985 stand Kranjčar mit Rapid im Endspiel des Pokals der europäischen Pokalsieger gegen den FC Everton, das mit 1:3 verloren ging. Er war damals der einzige Ausländer in der Startelf; allerdings stand an der Seitenlinie ein Landsmann von ihm: der im Dezember ebenfalls verstorbene Otto Barić.

Abwechslungsreiche Trainerkarriere

Nachdem Zlatko Kranjčar seine aktive Laufbahn beim VSE St. Pölten beendet hatte, führte ihn der Trainerberuf an zahlreiche verschiedene Orte. Von 2004 bis 2006 war er kroatischer Nationaltrainer; 2006 brachte er die Mannschaft zur Weltmeisterschaft in Deutschland.

Bereits 1996 und 1998 hatte er als Vereinstrainer mit Dinamo (damals „Croatia Zagreb“) das Double aus kroatischer Meisterschaft und Pokal gewonnen, und 2002 war er mit dem NK Zagreb überraschend kroatischer Meister geworden. Darüber hinaus betreute er in der Saison 2010/11 die Nationalelf Montenegros und war unter anderem bei HNK Rijeka, DAC Dunajska Streda, NK Mura und NK Marsonia sowie bei Sepahan Isfahan tätig, wo er 2012 zum iranischen Trainer des Jahres gekürt wurde. 2016 wechselte er schließlich zurück zu seinem Stammklub, wo er seine Karriere beendete.