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Aleksander Čeferin sagt Unterstützung der UEFA für den europäischen Klimapakt zu

Der europäische Fußballdachverband „ist bereit, alles in seiner Macht stehende zu tun“, um die EU bei ihrer Vision einer klimaneutralen Gesellschaft bis 2050 zu unterstützen.

AFP via Getty Images

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin gab am Mittwoch die Unterstützung des europäischen Fußballdachverbands für den europäischen Klimapakt bekannt. Dabei sagte er zu, die globale Reichweite des Fußballs zu nutzen, um das Bewusstsein für den Klimanotstand zu schärfen und mehr Menschen zu motivieren, sich für die Rettung des Planeten einzusetzen.

Der europäische Klimapakt wurde vergangene Woche in Brüssel auf den Weg gebracht und fordert Menschen, Gemeinschaften und Organisationen auf, sich proaktiv für den Grünen Deal – den Plan der Europäischen Union zur Schaffung einer Gesellschaft mit klimaneutralen Treibhausgasemissionen bis 2050 – zu engagieren.

„Als Hüterin des weltweit beliebtesten Sports hat die UEFA ihre Unterstützung für den europäischen Klimapakt zugesagt“, so Aleksander Čeferin.

Potenzial des Fußballs, Einstellungen zum Klimawandel zu ändern

„Der Fußball erreicht europaweit Millionen Menschen und hat so das Potenzial, die Einstellungen zum Klimawandel dramatisch zu verändern. Dies ist ein wichtiger erster Schritt, um Menschen davon zu überzeugen, sich auf dem Weg hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft zu beteiligen“, fügte der UEFA-Präsident hinzu.

Frans Timmermans, geschäftsführender Vizepräsident der Europäischen Kommission und verantwortlich für den Grünen Deal, begrüßte die Unterstützung der UEFA. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der UEFA, um noch mehr Europäerinnen und Europäer am Übergang in eine grüne Gesellschaft zu beteiligen“, so Timmermans. „Der Klimapakt bringt europäische Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Organisationen zusammen, um gegen den Klimawandel aktiv zu werden. Mit den Zusagen für die Zukunft unseres Planeten zeigen wir allen die Möglichkeiten, zu handeln.“

Ein Hattrick für das Klima

Aleksander Čeferin umriss am Mittwoch die Klimapläne der UEFA mit drei Zielen:

• Schaffung von wissenschaftlich fundierten Zielen, um die anhaltenden Fortschritte der UEFA bei der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks des europäischen Fußballs zu messen.

• Nutzung der weltweiten Beliebtheit der Elitewettbewerbe der UEFA zur Durchführung einer dreijährigen TV-Werbekampagne, um den Handlungsaufruf im Rahmen des europäischen Grünen Deals zu unterstützen.

• Zusammenarbeit mit den Hauptinteressenträgern der UEFA, um eine klimafreundliche EURO 2024 in Deutschland sicherzustellen.

UEFA-Partner im Bereich soziale Verantwortung

Zur Erreichung dieser Ziele wird die UEFA eng mit der Europäischen Kommission zusammenarbeiten und sich auf die Expertise ihrer bestehenden Partner im Bereich soziale Verantwortung – der World Wide Fund for Nature (WWF) und die UN-Klimarahmenkonvention (UNFCC) – stützen.

Die UEFA kann sich auch auf die umfassende Unterstützung von Nationalverbänden, Klubs, Ligen, Fans, Spielerinnen und Spielern sowie kommerziellen Partnern verlassen, um sicherzustellen, dass der Fußball seine Rolle bei der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens zur Verringerung der globalen Erderwärmung bis 2050 wahrnimmt.

„Der europäische Fußball wird sich zusammen mit der EU federführend dafür einsetzen, den Klimaschutz auf dem gesamten Kontinent zu fördern“, erklärte Aleksander Čeferin. „Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um Europa dabei zu helfen, die weltweit erste klimaneutrale Gesellschaft zu werden.“

Philipp Lahm: klimafreundliche EURO 2024

In einer Videobotschaft am Mittwoch unterstrich Philipp Lahm, Kapitän der siegreichen Mannschaft bei der WM 2014 und geschäftsführender Direktor der EURO 2024 GmbH, die Unterstützung des Deutschen Fußball-Bundes für die Klimaziele der UEFA.

„Als Mitausrichter der UEFA EURO 2024 möchten wir, dass die Endrunde das nachhaltigste und klimafreundlichste Turnier in der EM-Geschichte wird“, so Lahm.

CO2-Kompensation bei der EURO 2020

Im Vorfeld der heutigen Bekanntgabe hat die UEFA bereits Schritte eingeleitet, um die im Rahmen ihrer Fußballwettbewerbe entstehenden Treibhausgasemissionen zu kompensieren.

Studien zeigen, dass das Reiseaufkommen 75-80 % des ökologischen Fußabdrucks des europäischen Fußballs ausmacht. Die UEFA hat daher ein CO2-Kompensationsprogramm für alle Fans, die zur EURO 2020 – einem Turnier in zwölf Ländern – reisen, entwickelt.

Um die Auswirkungen der EM-Endrunden auf die Umwelt abzufedern, arbeitet die UEFA mit South Pole zusammen, einer Organisation, die Unternehmen dabei unterstützt, ihren ökologischen Fußabdruck durch Investitionen in erneuerbare Energie und Entwicklungsprojekte weltweit zu kompensieren. So stellt die UEFA beispielsweise energieeffiziente Öfen für ländliche Gemeinden in Ruanda bereit.