Irischer High Court stoppt illegales Streamen von UEFA-Spielen

Die UEFA erhält Rückenwind in ihrem Kampf gegen Internet-Piraterie, nachdem der High Court der Republik Irland angeordnet hat, illegales Streamen von UEFA-Wettbewerbsspielen im Land zu stoppen.

AFP/Getty Images

In ihrem Kampf zum Schutz ihrer Sendepartner und gegen audiovisuelle Piraterie kann die UEFA einen weiteren Erfolg vorweisen: Der europäische Fußball-Dachverband hat vor dem irischen High Court (oberstes Zivil- und Strafgericht des Landes) erwirkt, dass eine Reihe von Internet-Service-Providern in der Republik Irland den Zugang zu IP-Adressen von Servern, die für das illegale Streamen von UEFA-Wettbewerbsspielen verwendet werden, blockieren muss.

Die größten Internet-Service-Provider des Landes sind von diesem Urteil betroffen. Zu den illegal gestreamten Wettbewerben, die durch dieses Urteil geschützt werden, gehören die UEFA-Fußball-Europameisterschaft, die UEFA Nations League, die UEFA Champions League und die UEFA Europa League.

„Wir freuen uns über die Entscheidung des irischen High Court“, sagte Seong Sin Han, Chefjurist kommerzieller und technischer Rechtsdienst der UEFA. „Sie folgt auf eine ähnliche Anordnung, die seit mehreren Jahren im Vereinigten Königreich gilt. Beide Anordnungen sind nützliche und wirksame Mittel für die UEFA im Kampf gegen audiovisuelle Piraterie, weil sie es dem Rechteinhaber ermöglichen, selber gegen illegales Streamen vorzugehen. Der Schutz unseres geistigen Eigentums vor Internet-Piraterie hat für uns höchste Priorität; die UEFA arbeitet aktiv mit großen digitalen Plattformen zusammen, um dem Piraterie-Ökosystem entgegenzuwirken und unsere Sendepartner zu schützen.“

Die UEFA nimmt dieses Problem äußerst ernst und betreibt ein umfassendes Programm zur Bekämpfung von Piraterie, das auf den jüngsten technologischen Erkenntnissen beruht. Darüber hinaus arbeitet sie mit ihren Sendepartnern, Internet-Akteuren und weiteren Interessenträgern an Lösungen, um das Problem wirksamer zu bekämpfen.

Einnahmen aus dem Verkauf von Medienrechten sind für das Wohlergehen des Fußballs unverzichtbar; dies gilt sowohl für den Profifußball als auch für den Amateurbereich mit Blick auf die Fußballentwicklung und Investitionen in den Breitensport in ganz Europa. Seit der EURO 2004 hat die UEFA ihren Mitgliedsverbänden im Rahmen des HatTrick-Programms EUR 2,6 Mrd. bereitgestellt, wovon der Löwenanteil aus eben dieser Einnahmequelle stammt.

Um sicherzustellen, dass die künftigen Generationen unter bestmöglichen Bedingungen Fußball spielen können, werden Ausschüttungen aus dem HatTrick-Programm dazu verwendet, den Breitenfußball in allen UEFA-Mitgliedsverbänden zu fördern; für die nächsten vier Jahre stehen zu diesem Zweck EUR 44 Mio. zur Verfügung.