UEFA-Breitenfußball-Woche 2020: die Basis des Fußballs schützen

Die UEFA und ihre Mitgliedsverbände arbeiten zusammen, um neue Wege zur Unterstützung des Breitenfußballs zu finden.

Im September 2019 brachte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin die UEFA-Schulfußball-Initiative in Ljubljana auf den Weg.
Im September 2019 brachte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin die UEFA-Schulfußball-Initiative in Ljubljana auf den Weg. UEFA via Getty Images

Diese Woche erfolgte der Startschuss für die jährliche UEFA-Breitenfußball-Woche. Im Rahmen der Ausgabe 2020 steht im Mittelpunkt, wie wichtig es ist, dass Menschen weiterhin überall dem Spiel mit dem runden Leder sicher nachgehen können – ob im eigenen Garten, in der Schule oder in einem Amateurverein vor Ort.

Im Laufe der nächsten Woche werden auf UEFA.com und den offiziellen Social-Media-Kanälen der UEFA Artikel, Bilder und Videos rund um das Thema Breitenfußball veröffentlicht.

Bekannte Trainerpersönlichkeiten berichten über den Stellenwert des Breitenfußballs und geben Kindern, die gerade angefangen haben, zu spielen, sowie ihren Eltern praktische Tipps.

Im weiteren Verlauf der Woche sind auch Fans und Spieler gefragt; einige der besten Bilder aus dem Breitenfußball in Europa und darüber hinaus werden auf den Twitter- und Instagram-Kanälen der UEFA geteilt. Dies ist eine Möglichkeit für Menschen aus ganz Europa, sich zu beteiligen und der Welt zu zeigen, was der Fußball für sie bedeutet.

„Der Breitenfußball ist das Herzblut des Fußballs“

Während die meisten europäischen Profiligen in die neue Saison gestartet sind, haben einige Nationalverbände Amateurwettbewerbe und Breitenfußballaktivitäten verschoben, um die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz einzuhalten.

„Der Breitenfußball ist das Herzblut des Fußballs. Ohne den Breitenfußball gäbe es keinen Elitefußball“, mahnt UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. „Die UEFA arbeitet ständig daran, den Nationalverbänden dabei zu helfen, den Breitenfußball in einem sicheren und kontrollierten Umfeld durchzuführen.“

Breitenfußball ist jede Form des Fußballs, die nicht auf Profiebene gespielt wird.
Breitenfußball ist jede Form des Fußballs, die nicht auf Profiebene gespielt wird.UEFA via Getty Images

Webinare zur Ausweitung des Schulfußballs

In den letzten sechs Monaten hat die UEFA Webinare und Programme auf den Weg gebracht, um jeden der 55 Mitgliedsverbände bei der Ausarbeitung eines Vier-Jahres-Plans zur Weiterentwicklung des Schulfußballs zu unterstützen. Dies ist ein entscheidender erster Schritt, wenn es darum geht, die langfristigen Ziele des europaweiten UEFA-Schulfußball-Programms zu erreichen. Das Programm wurde letztes Jahr ins Leben gerufen, um sicherzustellen, dass Kinder Freude an körperlicher Bewegung und insbesondere am Fußball entwickeln können und auch davon profitieren.

„Der Breitenfußball ist besonders wichtig für jüngere Kinder, für ihre Gesundheit, ihre Bildung und ihr allgemeines Wohlbefinden“, erklärt der UEFA-Präsident, der damit auf die Rolle des Fußballs bei der Vermittlung gesellschaftlicher Werte hinweist. „Durch das Fußballspielen bleiben Kinder aktiv und eignen sich wichtige Lebenskompetenzen wie Teamarbeit und Respekt an.“

Im Laufe der nächsten vier Spielzeiten wird der europäische Fußball-Dachverband EUR 11 Mio. gezielt in das Schulfußball-Programm investieren. Der Betrag entspricht einem Viertel der insgesamt EUR 44 Mio., die den Nationalverbänden zwischen 2020 und 2024 zur Unterstützung des Breitenfußballs zur Verfügung stehen.

Online-Netzwerk von Breitenfußballexperten

Da Präsenzveranstaltungen unter den aktuellen Umständen kaum zu bewerkstelligen sind, hat die UEFA ein Online-Netzwerk gestartet, das Breitenfußballexperten aus ganz Europa zusammenbringt. Dieses bietet den Nationalverbänden eine Plattform für den Wissensaustausch sowie die Möglichkeit, ihr Vorgehen anzupassen, um die Basis des Fußballs zu schützen.

Mit den UEFA-Breitenfußball-Programmen wird auch der Gehfußball unterstützt.
Mit den UEFA-Breitenfußball-Programmen wird auch der Gehfußball unterstützt.UEFA via Getty Images

Hier nur einige neue Ansätze aus den europäischen Nationalverbänden:

Ein COVID-19-Ratgeber

Der Norwegische Fußballverband hat einen Online-Ratgeber rund um die COVID-19-Pandemie herausgegeben. Darin werden alle Schutzvorkehrungen aufgeführt, die Klubs und Spieler vor dem Hintergrund geltender Hygienevorschriften befolgen müssen.

Der Ratgeber enthält ein COVID-19-Pflichtmodul, das alle Spieler ab 13 Jahren online absolvieren müssen. Darin werden das Virus und der Umgang des Fußballs mit diesem erklärt; zum Abschluss findet eine Lernkontrolle statt. 100 000 Spieler haben das Modul bereits absolviert.

Freies Spiel

Viele Vereine und Organisationen bieten mittlerweile Trainingseinheiten mit freiem Spiel an. Ziel ist es, ein Angebot neben den oftmals straff organisierten Wettbewerben zu machen. Im Rahmen dieses Ansatzes werden junge Spieler ermuntert, sich ihre Mannschaft selbst auszusuchen.

„Kindern die Freiheit zu geben, mit weniger Regeln im Training zu spielen, bedeutet, dass sie mehr Freude am Spiel entwickeln“, so Carl Darlington, Leiter Trainerausbildung beim Walisischen Fußballverband.

Digitales

In der aktuellen Lage erweisen sich soziale Medien immer häufiger als der sicherste und verlässlichste Weg, auf dem sich Trainer und Mentoren regelmäßig mit Spielern und Eltern austauschen können. Viele Nationalverbände und Vereine nutzen soziale Medien, um Trainingsanweisungen zu geben.

UEFA-Breitenfußball-Charta

Das Engagement der UEFA für einen Fußball, der überall und zugunsten aller Beteiligten in einem sicheren Umfeld stattfinden kann, ist seit jeher ein Grundsatz der UEFA-Breitenfußball-Charta, in deren Rahmen europaweit gemeinsame Standards definiert werden, die dazu dienen, UEFA-Zuschüsse gezielt in drei Bereichen einzusetzen:

• Trainerausbildung

• Vereinsentwicklung

• Schulfußball