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Atlético-Trainerlegende Radomir Antić verstorben

Der serbische Trainer Radomir Antić, der Atlético Madrid in der Saison 1995/96 zum nationalen Double führte, ist im Alter von 71 Jahren verstorben.

Radomir Antić.
Radomir Antić. ©UEFA.com

Der serbische Trainer Radomir Antić, der Atlético Madrid in der Saison 1995/96 zum nationalen Double führte, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. „Wir haben einen großartigen Menschen verloren, einen der Architekten der goldenen Ära von Atlético Madrid“, sagte der heutige Klubpräsident Enrique Cerezo.

Der am 22. November 1948 geborene Antić wuchs in Užice auf und startete seine Spielerkarriere beim örtlichen Verein Sloboda Užice, bevor er zu Partizan Belgrad wechselte. Beim Belgrader Traditionsverein verbrachte er acht erfolgreiche Jahre als Linksverteidiger und Mittelfeldspieler und gewann den jugoslawischen Meistertitel; seinen einzigen Länderspieleinsatz für Jugoslawien absolvierte er 1973.

Seine erste Auslandstation war Fenerbahçe Istanbul, bevor er nach Spanien zu Real Saragossa und anschließend nach England wechselte, wo er 1982 mit Luton Town Meister der zweiten Liga wurde. Zurück bei Partizan übernahm er zunächst die Nachwuchsmannschaft, bevor 1988 bei Real Saragossa eine bemerkenswerte Trainerkarriere ihren Anfang nahm.

Neben dem Klub im Nordosten Spaniens stand Radomir Antić auch bei Real Madrid, Oviedo, Atlético Madrid, Barcelona und Celta Vigo an der Seitenlinie. Seine erfolgreichste Zeit verbrachte er bei den „Rojiblancos“, wo er eine attraktive Mannschaft formte, die 1995/96 das Double aus Meisterschaft und Copa del Rey gewann.

2008 wurde Antić zum Nationaltrainer seines Heimatlandes ernannt und führte Serbien zur WM-Endrunde 2010 in Südafrika. Zum Abschluss seiner Trainerkarriere betreute er zwei Vereine in China.

Radomir Antić, der als einziger Trainer überhaupt alle drei spanischen Großklubs gecoacht hat, genoss auch für seine menschlichen Qualitäten hohe Anerkennung. „Für mich ist es immer wichtiger, eine gute Atmosphäre in der Mannschaft zu haben als einfach nur gute Spieler“, sagte er einst.