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UEFA-Präsident würdigt Kobe Bryant für seinen Einsatz gegen Rassismus

Der Basketballlegende – ein langjähriger Fußballfan – war die Sensibilisierung im Kampf gegen Rassismus besonders wichtig.

UEFA-Präsident würdigt Kobe Bryant für seinen Einsatz gegen Rassismus
UEFA-Präsident würdigt Kobe Bryant für seinen Einsatz gegen Rassismus ©Getty Images

Nach dem tragischen Tod der Basketballlegende Kobe Bryant infolge eines Hubschrauberabsturzes am vergangenen Sonntag beschrieb UEFA-Präsident Aleksander Čeferin den langjährigen Fußballfan als Vorbild im Kampf gegen Rassismus im Sport.

„Ich kannte Kobe Bryant nicht persönlich“, so Aleksander Čeferin. „Aber mich hat sein deutliches Engagement gegen Rassismus immer beeindruckt.“ Er war ein wahres Vorbild für andere hochkarätige Sportler.“

„Es ist unmöglich, sich das Leid vorzustellen, das seine Familie derzeit durchlebt,“ so Čeferin weiter. „Die Sportwelt steht geeint hinter ihnen, um sie in dieser Zeit zu unterstützen.“

Sensibilisierung im Kampf gegen Rassismus

Aleksander Čeferin betonte vor allem Bryants Kommentare am 16. Januar zu den jüngsten rassistischen Vorfällen im Fußball, insbesondere in Italien, wo der Star der LA Lakers im Alter von sechs bis 13 Jahren gelebt hat. In einem Interview mit CNN bei einer Veranstaltung der Major League Soccer in Kalifornien unterstrich Bryan, wie wichtig die Sensibilisierung zur Bekämpfung von Rassismus bei Fußballfans ist.

„Es geht immer darum, zu verstehen, dass Rassismus seit geraumer Zeit Teil unserer Kultur ist“, so Bryant. „Selbst jetzt, wo wir schon so viel erreicht haben, muss noch viel mehr getan werden, und ich denke, dass Sensibilisierung eine sehr große Rolle spielt.“

Kobe Bryant mit den Spielern des FC Barcelona im Jahr 2015.
Kobe Bryant mit den Spielern des FC Barcelona im Jahr 2015.©Getty Images

Bryants erstes Erlebnis im Fußball

Mit der Serie A und den glorreichen Zeiten von AC Mailand der späten 80er-Jahre mit Marco van Basten, Ruud Gullit und Frank Rijkaard hat Bryant nicht nur die schönen Seiten des Fußballs entdeckt, sondern auch sein hässliches Gesicht gesehen. Diese Erfahrungen haben sein Engagement gegen Rassismus während seiner 20-jährigen Karriere als NBA-Spieler geprägt.

„Als ich in Italien aufgewachsen bin, habe ich bei bestimmten Fußballspielen Rassismus aus erster Hand erfahren. Meine Eltern haben mir beigebracht, wie ich damit umgehen soll“, sagte Bryant im selben CNN-Interview.

Würdigungen von zahlreichen Fußballstars

Kobe Bryants enge Verbindung zum Fußball zeigt sich in den zahlreichen Würdigungen von Vereinen und bekannten Spielern nach der Bekanntgabe seines Todes am Sonntag.

Der FC Barcelona nannte Bryant „einen vorbildlichen Sportler“, während Lionel Messi auf Instagram schrieb: „Ich bin froh, dich gekannt zu haben. Wir hatten eine gute Zeit zusammen. Wir haben einen genialen, einzigartigen Menschen verloren.“

Nach seinem zweiten Treffer für Paris Saint-Germain in einem Ligue-1-Spiel am Sonntagabend zeichnete der Brasilianer Neymar die Zahl 24 im Gedenken an die Trikotnummer seines Freundes bei den Lakers mit seinen Fingern nach. Die US-amerikanische Nationalspielerin Megan Rapinoe twitterte: „Mein Herz ist bei Bryants Familie. RIP.“

Kobe Bryant – der Rossoneri-Fan

Auch der AC Mailand würdigte seinen berühmten Fan: „Uns fehlen die Worte, um auszudrücken, wie schockiert wir über den plötzlichen Tod von einem der größten Sportler aller Zeiten und einem wahren Rossoneri-Fan sind. Wir sind in Gedanken bei den Familien, die von diesem tragischen Unfall betroffen sind. Wir werden dich für immer vermissen, Kobe.“

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