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Wichtige Rolle für Integritätsbeauftragte

Auf einem Pilot-Seminar für regionale Integritätsbeauftragte in Skopje hat die UEFA ihre Entschlossenheit bekräftigt, den Fußball mit aller Macht vor Spielmanipulationen zu schützen und die Schuldigen hart zu bestrafen.

Teilnehmer des Seminars in Skopje
Teilnehmer des Seminars in Skopje ©FFM

Auf einem Pilot-Seminar für regionale Integritätsbeauftragte in Skopje hat die UEFA ihre Entschlossenheit bekräftigt, den Fußball mit aller Macht vor Spielmanipulationen zu schützen und die Schuldigen hart zu bestrafen.

Integritätsbeauftragte aus den Nationalverbänden von Albanien, Bulgarien, Kroatien, Ungarn, der EJR Mazedonien, Montenegro, Rumänien, Serbien und Slowenien kamen unter Anleitung der UEFA in der Hauptstadt der EJR Mazedoniens zusammen, um sich über den neuesten Stand der UEFA-Kampagne und über künftige Strategien zu informieren.

Nach einer Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees vor zwei Jahren, führte der Europäische Fußballdachverband den Posten des Integritätsbeauftragten ein, der als Verbindungsperson zwischen den Fußballbehörden und den staatlichen Strafverfolgungsbehörden im Zusammenhang mit mutmaßlichen Spielmanipulationen agieren soll. Die Integritätsbeauftragten sollen auch mit der UEFA-Administration Informationen und Erfahrungen über die Verfolgung korrupter oder krimineller Handlungen im Fußball austauschen, Disziplinarverfahren überwachen und diesbezügliche Maßnahmen koordinieren sowie Sensibilisierungsprogramme für Spieler, Schiedsrichter und Trainer im Rahmen einer wirkungsvollen Präventionsstrategie organisieren.

Der UEFA-Nachrichtenkoordinator Graham Peaker erklärte den Delegierten die Richtlinien der UEFA. “Die UEFA muss den Fußball vor Spielmanipulationen schützen”, sagte er. “Dabei gibt es keinerlei Toleranz. Alle Fußballspiele müssen im Geiste der Fairness und des Respekts gespielt werden, das Ergebnis darf nur durch die Leistungen der teilnehmenden Mannschaften bestimmt werden - das Resultat muss bis zum Schlusspfiff unvorhersehbar sein.”

Peaker fügte hinzu, dass Spielmanipulationen vor allem von Mitgliedern des organisierten Verbrechens durchgeführt würden, denen es einzig und alleine um den dabei zu erzielenden finanziellen Gewinn ginge. Weiter führte er aus, dass die UEFA alle schuldigen Spieler und Funktionäre für alle Fußball relevanten Betätigungen sperren werde. So habe die UEFA Schiedsrichter und Spieler lebenslang gesperrt und Klubs vom Europapokal ausgeschlossen.

Die Integritätsbeauftragten in Skopje erfuhren, dass die UEFA inzwischen Präsentationen für Spieler, Schiedsrichter, Trainer und Funktionäre abhält, um so alle Beteiligten eindringlich vor den Gefahren einer Spielmanipulation zu warnen. Die UEFA arbeitet zudem eng mit staatlichen Behörden zusammen und rief auch eine Telefon-Hotline ins Leben, über die man mit der UEFA in Kontakt treten kann, falls man Informationen über Spielmanipulationen hat. “Wenn Spieler, Trainer oder Funktionäre von der UEFA der Spielmanipulation, auch der versuchten, für schuldig befunden werden, fuhr Peaker fort, “werden sie lebenslang gesperrt.” Für Spieler und Schiedsrichter gelten drei Regeln: 1. Erkennen, was passiert; 2. Nein sagen; 3. Jede Annäherung melden.

Der UEFA-Integritätsbeauftragte Urs Kluser erklärte: “Wir dürfen Spielmanipulationen nicht ungestraft lassen.” Er lobte die Integritätsbeauftragten für ihre exzellente Arbeit und die guten Beziehungen, die sie zu den staatlichen Behörden aufgebaut hätten. “Wir müssen dafür sorgen, dass sie [die Behörden] sich intensiv um diese Probleme kümmern”, sagte Kluser, der die Integritätsbeauftragten ermutigte,den Strafverfolgungsbehörden und der Polizei durch fundiertes Beweismaterial das Eingreifen zu erleichtern. Während des Seminars stellten einige Nationalverbände ihre Maßnahmen gegen Spielmanipulationen vor, zudem stand der Erfahrungsaustausch über künftige Aktionen im Mittelpunkt.

Kluser überbrachte die Botschaft von UEFA-Präsident Michel Platini, dass Spielmanipulationen die größte Bedrohung des Fußballs darstellten. Der Fußball dürfe dieses Problem nicht ignorieren und man müsse alles tun, um das Bewusstsein für dieses Problem auf allen Ebenen zu schärfen – bei Verbänden, Klubs, Spielern und der Öffentlichkeit. “Wir sollten auch abschreckende Wirkung für alle Beteiligten haben”, sagte er.

Die UEFA stellt jedes Jahr den Mitgliedsverbänden erhebliche Summen zur Verfügung, um die Rolle der Integritätsbeauftragten zu stärken. Die Integritätsbeauftragten der UEFA arbeiten Hand in Hand mit den regionalen Integritätsbeauftragten, unterstützen die Aktionen des Netzwerks und beaufsichtigen das Sammeln von verwertbaren Beweisen und den Austausch von Informationen.