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Seminar für regionale Integritätsbeauftragte

Ein UEFA-Seminar für regionale Integritätsbeauftragte in Skopje beleuchtet die Arbeit in diversen Ländern im Kampf gegen Spielmanipulationen im Fußball.

Ein Seminer für UEFA-Integritätsbeauftragte in Nyon
Ein Seminer für UEFA-Integritätsbeauftragte in Nyon ©UEFA

Die Kampagne der UEFA gegen Spielmanipulationen sieht unter anderem die Installation von UEFA-Integritätsbeauftragten in den 53 Mitgliedsverbänden vor. Eine Gruppe dieser Offiziellen kommt in dieser Woche bei einem Seminar in der EJR Mazedonien zusammen.

Im Jahr 2011 genehmigte das UEFA-Exekutivkomitee einen Bericht seiner Arbeitsgruppe für Wetten/Spielmanipulationen, in dem Maßnahmen vorgeschlagen werden, die der europäische Fußball ergreifen sollte, um gegen Spielmanipulationen vorzugehen. Diese umfassen unter anderem die Schaffung eines europaweiten Netzwerks von Integritätsbeauftragten.

Neben ihrer Rolle als Verbindungsperson zwischen den Fußballbehörden und den staatlichen Strafverfolgungsbehörden im Zusammenhang mit mutmaßlichen Spielmanipulationen werden die Integritätsbeauftragten auch mit der UEFA-Administration Informationen und Erfahrungen betreffend die Verfolgung korrupter oder krimineller Handlungen im Fußball austauschen. Sie werden Disziplinarverfahren überwachen und diesbezügliche Maßnahmen koordinieren sowie Sensibilisierungsprogramme für Spieler, Schiedsrichter und Trainer im Rahmen einer wirkungsvollen Präventionsstrategie organisieren.

Die UEFA wird jedem Nationalverband jährlich einen bestimmten Betrag für die Finanzierung der Stelle des Integritätsbeauftragten zur Verfügung stellen. Der UEFA-Integritätsbeauftragte wird mit seinen Kollegen in den Nationalverbänden zusammenarbeiten, zum Funktionieren des Netzwerks beitragen und die Informationsbeschaffung sowie den Austausch von Informationen und Erfahrungen beaufsichtigen.

Der europäische Fußball-Dachverband verfolgt im Bereich der Spielmanipulationen eine Null-Toleranz-Politik und wird jeden, der erwischt wird, bestrafen. Dies unterstreicht auch die Bedeutung der Zusammenarbeit von Sportinstitutionen und staatlichen Organisationen im Kampf gegen Spielabsprachen und Korruption.

"Wenn das Ergebnis eines Spiels bereits vor Anpfiff feststeht, dann bräuchten wir diese Partie erst gar nicht spielen", sagte UEFA-Präsident Michel Platini bei der Verabschiedung einer Resolution durch das Europäische Parlament gegen Spielmanipulationen. "Kinder bräuchten keinen Fußball mehr spielen, die Menschen bräuchten nicht mehr in die Stadien zu kommen. Wir sind fest entschlossen, Betrüger, die Spiele verschieben, zu bekämpfen. Wer einer Spielmanipulation schuldig gesprochen wird, der muss mit einer sehr ernsten Strafe rechnen."

Das Seminar in Skopje wird von den Nationalverbänden aus Albanien, Bulgarien, Kroatien, Ungarn, der EJR Mazedonien, Montenegro, Rumänien, Serbien und Slowenien besucht. Die nationalen Integritätsbeauftragten besprechen dabei zusammen mit der UEFA die bisher geleistete Arbeit, diskutieren die aktuell in den Ländern angewandten Strategien, untersuchen die Arbeitsmöglichkeiten der Integritätsbeauftragten und tauschen Ideen und Vorschläge für die Zukunft aus.

Darüber hinaus werden bei dieser Versammlung die aktuell in den Ländern vorgenommenen Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen beleuchtet. Die Nationalverbände stellen in einigen Präsentationen die konkret vorgenommenen Maßnahmen gegen Spielmanipulationen vor, während die Teilnehmer in Diskussionsgruppen Vorgehensweisen bestmöglich mit der UEFA und anderen Verbänden besprechen und diskutieren können.