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Resolution zur Integrität einstimmig genehmigt

Die 54 UEFA-Mitgliedsverbände haben die 11-Punkte-Resolution "Der europäische Fußball vereint für die Integrität des Spiels" gegen Spielabsprechen und Korruption genehmigt.

Resolution zur Integrität einstimmig genehmigt
Resolution zur Integrität einstimmig genehmigt ©UEFA.com

Die 54 UEFA-Mitgliedsverbände haben heute beim XXXVIII. Ordentlichen UEFA-Kongress im Palast der Unabhängigkeit in Astana, Kasachstan, einstimmig die 11-Punkte-Resolution "Der europäische Fußball vereint für die Integrität des Spiels" genehmigt.

Die Resolution, die von Aleksander Čeferin, dem zweiten Vizevorsitzenden der UEFA-Kommission für Rechtsfragen, präsentiert wurde, behandelt fünf spezifische Bereiche: Sensibilisierung, Regulierung, Meldeverfahren, Strafverfolgung und strenge Sanktionen. Mit der Annahme der Resolution verpflichten sich die UEFA-Mitgliedsverbände zu Folgendem:
• Umsetzung eines kohärenten Plans hinsichtlich Sensibilisierung sowie Schutz/Prävention innerhalb ihrer nationalen Fußballfamilie;
• Harmonisierung ihrer Bestimmungen (Mindeststandards / Abschaffung der Verjährung);
• Einführung eines Meldesystems/-verfahrens;
• Zusammenarbeit mit den nationalen Strafverfolgungsbehörden;
• Einführung strenger Sanktionen für an Spielmanipulationen beteiligte Personen.

"Wir verlangen, dass sich die UEFA-Mitgliedsverbände – mit unserer vollen Unterstützung – im Kampf gegen diese Plage, die eine ernsthafte Bedrohung für die Seele unseres Sports darstellt, der UEFA anschließen", sagte UEFA-Präsident Michel Platini.

Was die Reglemente anbelangt, hat die UEFA kürzlich ihre Rechtspflegeordnung hinsichtlich des Risikos von Spielmanipulationen verschärft, sodass künftig bei Spielmanipulationen, Bestechung und/oder Korruption keine Verjährung mehr möglich ist. Die Rechtspflegeordnung verschafft der UEFA zudem die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Null-Toleranz-Politik strenge Sanktionen zu verhängen. Damit einher geht auch die Zusammenarbeit der UEFA mit Polizeikräften in ganz Europa.

Der UEFA-Präsident nutzte zudem die Gelegenheit, dem Kongress Alina Stetenco, die Trainerin der moldawischen U17-Frauen-Nationalmannschaft, vorzustellen. Alina Stetenco lieferte die entscheidenden Informationen, die dazu geführt haben, eine lebenslange Sperre gegen einen moldawischen Schiedsrichter zu verhängen, der letzten August versucht hat, ein Spiel der UEFA-U17-Frauen-Europameisterschaft zu manipulieren.

"Alina hat Nein gesagt", so der UEFA-Präsident zu den Kongressteilnehmern. "Sie hat Nein gesagt zu Spielmanipulationen, zu Einschüchterung und zu Bestechung im Fußball. Sie ist für eine Sache eingestanden, an die sie geglaubt hat, und verdient deshalb heute eine stehende Ovation. Sie ist mit gutem Beispiel vorangegangen, dem wir alle folgen sollten."

Im Rahmen ihrer Sensibilisierungskampagne wird die UEFA in jedem Mitgliedsverband Integritätsbeauftragte einsetzen, die den an UEFA-Wettbewerben teilnehmenden Klubs und Nationalmannschaften die Kampagne "Erkennen, Ablehnen und Melden" präsentieren und dazugehöriges Material an sie verteilen sollen. Die Integritätsbeauftragten agieren bei einem Verdacht auf Spielmanipulation als Kontaktperson zwischen den Fußballbehörden und staatlichen Strafverfolgungsbehörden. Sie tauschen Informationen und Erfahrungen mit der UEFA-Administration aus, überwachen Disziplinarverfahren und koordinieren entsprechende Maßnahmen. Zudem organisieren sie wertvolle Sensibilisierungsprogramme für Spieler, Schiedsrichter und Trainer.

Auch die der UEFA zur Verfügung stehenden Mittel werden ausgeweitet, um das Meldeverfahren zu erleichtern. Neben dem System zur Aufdeckung betrügerischer Wetten (BFDS) und dem Netzwerk von Integritätsbeauftragten hat die UEFA einen Telefondienst in vier Sprachen eingerichtet und wird am 1. Juli 2014 eine Website in sieben Sprachen aufschalten, um das Meldeverfahren über UEFA.org zu unterstützen.

Im Rahmen ihrer Präventions- und Aufklärungskampagne über das BFDS überwacht die UEFA 30 000 Spiele pro Saison in UEFA- und nationalen Wettbewerben und übermittelt Informationen zu irregulären Wettmustern – die in rund 0,7 % der Spiele auftreten – an die Integritätsbeauftragten der UEFA-Mitgliedsverbände.