UEFA nimmt Stellung zum Wettskandal

Die UEFA hat bestätigt, dass sie den deutschen Behörden bei den Ermittlungen im Rahmen des neuerlichen Wett- und Manipulationsskandals von rund 200 Spielen behilflich war.

Die UEFA hat bestätigt, den deutschen Behörden behilflich gewesen zu sein
Die UEFA hat bestätigt, den deutschen Behörden behilflich gewesen zu sein ©Getty Images

Nach Veröffentlichung der Nachricht gestern und einer heutigen Pressekonferenz der Staatsanwalt Bochum aufgrund einiger Festnahmen von Personen, die im neuerlichen Wett- und Manipulationsskandal von rund 200 Spielen verwickelt sind, kann bestätigt werden, dass die UEFA den deutschen Behörden bei den Ermittlungen behilflich war.

UEFA aktiv involviert
Die UEFA war in den Ermittlungen aktiv involviert und hat mithilfe des Betting Fraud Detection Systems, einem Frühwarnsystem zur Überwachung des Wettmarktes, Unterstützung geleistet. Dieses Frühwarnsystem überwacht alle UEFA-Wettbewerbe und die ersten zwei Klassen der nationalen Ligen in Europa. Dabei wird vor allem nach verdächtigen Wetteinsätzen gesucht. Auf Anfrage der deutschen Behörden wurden Informationen zu zahlreichen Spielen weitergeleitet.

Betroffene Spiele
Bei den betroffenen Spielen handelt es sich meist um Ligaspiele in neun verschiedenen Ländern. Eine geringe Anzahl von Begegnungen im Europapokal stehen aber auch auf der Liste: Zwölf Partien der UEFA Europa League und drei Spiele der UEFA Champions League. Fast alle davon waren Qualifikationsspiele. Weitere Informationen über die betroffenen Spiele werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Allerdings gehören diese Spiele zu einer von der UEFA erstellten Liste von 40 Begegnungen, die bereits zuvor als verdächtigt eingestuft waren.

System zeigt Wirkung
UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino sagte, angesprochen auf das Thema: "Zuerst möchte ich den deutschen Behörden für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit danken. Wie dieser Fall zeigt, ist es möglich, dass eine staatliche Untersuchungsbehörde eng mit einem Sportdachverband arbeiten kann, wenn es um Spielmanipulationen und Wettskandal geht. Es ist befriedigend zu sehen, wie das von UEFA-Präsident Michel Platini befürwortete Frühwarnsystem bereits jetzt Früchte trägt. Wir werden unseren Kampf gegen jegliche Form von Korruption im europäischen Fußball mit null Toleranz weiterführen."

Schärfste Sanktionen
"Die UEFA wird bei den zuständigen Gerichten für alle Personen, Vereine oder Offizielle, die in diesem Missbrauch verwickelt sind, die schärfsten Sanktionen verlangen, egal ob vor dem Staats- oder Sportgericht."

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