Dynamo Kiew trauert um Oleg Basilewitsch

Der angesehene Trainer Oleg Basilewitsch, der Dynamo Kiew Mitte der 1970er-Jahre gemeinsam mit Waleri Lobanowski zu bedeutenden Europapokal-Erfolgen führte, ist im Alter von 80 Jahren verstorben.

Oleg Basilewitsch, ehemaliger Trainer von Dynamo Kiew.
Oleg Basilewitsch, ehemaliger Trainer von Dynamo Kiew. ©FC Dynamo Kyiv

„Mit seinen Ideen war er seiner Zeit voraus“, sagte Dynamo-Präsident Igor Surkis über Oleg Basilewitsch, einen der angesehensten Trainer der Vereinsgeschichte, der mit 80 Jahren verstorben ist.

Basilewitsch war auch ein talentierter Stürmer, der seine Karriere bei Dynamo Kiew begann, wo er 1961 sowjetischer Meister wurde. Mit seinen zahlreichen Toren avancierte er zum Publikumsliebling – den letzten Pass gab dabei oft sein Sturmpartner und Freund Waleri Lobanowski. Später ging das erfolgreiche Duo auch bei Tschernomorez Odessa und Schachtar Donezk gemeinsam auf Torjagd.

Ab 1974 bildeten die Freunde, die die gleiche Fußballphilosophie teilten, das Trainergespann bei Dynamo Kiew. Offiziell war Lobanowski der Trainer und Basilewitsch der Teammanager, doch das Duo traf alle Entscheidungen gemeinsam und führte Dynamo 1975 zum Gewinn des Europapokals der Pokalsieger und des UEFA-Superpokals sowie zu zwei nationalen Meistertiteln.

Basilewitsch war gemeinsam mit Lobanowski und dem Professor Anatoli Selenzow einer der Pioniere, die wissenschaftliche Aspekte in die Trainerarbeit einfließen ließen. 1976 verließ er Dynamo und betreute anschließend viele weitere Vereine; von 1992 bis 1994 coachte er die ukrainische Nationalelf. Nach seiner Trainerkarriere war er im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Dynamo Kiew tätig.

„Basilewitsch bildete mit Lobanowski in den 1970er-Jahren bei Dynamo Kiew ein Dream Team“, so Igor Surkis. „Mit seinen Ideen war er seiner Zeit voraus und er war ein Vorbild für Hunderte von Trainern, die ihm nacheiferten. Solange Fußball gespielt wird, wird uns Basilewitsch in Erinnerung bleiben.“

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