Serbischer Fußball trauert um Goran Bunjevčević

Goran Bunjevčević, sportlicher Direktor des Serbischen Fußballverbands und ehemaliger Verteidiger der jugoslawischen Nationalmannschaft, von Roter Stern Belgrad und Tottenham Hotspur, ist im Alter von 45 Jahren gestorben.

Goran Bunjevčević 2001 in Aktion für Tottenham.
Goran Bunjevčević 2001 in Aktion für Tottenham. ©Getty Images

Der serbische Fußball trauert um Goran Bunjevčević, sportlicher Direktor des Serbischen Fußballverbands (FSS), der im Alter von 45 Jahren in Belgrad gestorben ist.

Der weit herum geachtete Bunjevčević hinterlässt große Spuren im Land, in dem er sich als junger Kapitän von Roter Stern Belgrad einen Namen machte, für die Nationalmannschaft des ehemaligen Jugoslawiens spielte und nach seiner Spielerkarriere erfolgreicher FSS-Funktionär wurde. In seiner Zeit als sportlicher Direktor qualifizierte sich Serbien zum ersten Mal seit 2010 wieder für eine FIFA-Weltmeisterschaft.

Bunjevčević wurde 1973 in Karlovac geboren, trainierte als Schüler mit Hajduk Split und Dinamo Zagreb, bevor er beim FK BASK und bei Grafičar Belgrad spielte. Als Verteidiger, Ausputzer oder defensiver Mittelfeldspieler gelang ihm der Durchbruch als Profi bei einem dritten Belgrader Verein, dem FK Rad Belgrad, wo er von 1993-97 spielte. Daraufhin wurde er mit Roter Stern Belgrad, wo er auch die Kapitänsbinde trug, je zweimal Meister und Pokalsieger.

2001 wechselte er zu Tottenham Hotspur in die englische Premier League, wo er 51 Partien bestritt. Nachdem er die Spurs 2006 verlassen hatte, spielte er eine Saison für den niederländischen Verein ADO Den Haag und zog sich daraufhin aus dem aktiven Fußball zurück.

Bunjevčević spielte 16 Mal für die Nationalmannschaft des ehemaligen Jugoslawiens und betritt sein letztes Spiel 2003 in der EM-Qualifikation gegen Wales. Es folgte eine Karriere in der Fußballadministration, zunächst bei Roter Stern Belgrad und dem FK Zemun, später beim Nationalverband. Zudem nahm er am UEFA-Master-Studienkurs für Nationalspieler (MIP) teil, der früheren Spitzenspielern die Möglichkeit bietet, sich in den Bereichen Fußballadministration und -management weiterzubilden.
 

 

Oben