Frankreich trauert um Francis Smerecki

Francis Smerecki, der in Frankreich als Vereins- und Juniorennationaltrainer große Erfolge feierte und auch UEFA-Wettbewerbe gewinnen konnte, ist im Alter von 68 Jahren verstorben.

Francis Smerecki wurde mit Frankreich U19-Europameister und gewann mit Guingamp den UEFA Intertoto Cup.
Francis Smerecki wurde mit Frankreich U19-Europameister und gewann mit Guingamp den UEFA Intertoto Cup. ©Sportsfile

Francis Smerecki, der unter anderem Guingamp und diverse französische Juniorennationalteams trainiert hat, ist im Alter von 68 Jahren verstorben.

In seiner Aktivzeit stand der Mittelfeldspieler bei Le Mans, Stade Laval, Paris FC und Limoges unter Vertrag – Limoges war 1984 auch seine erste Trainerstation. Nach fünf Jahren bei US Dunkerque wechselte er zum FC Valenciennes, den er 1991/92 in die Ligue 1 zurückführte.

1993 übernahm er das drittklassige Guingamp, das er innerhalb von zwei Jahren in die erste Spielklasse und 1996 als eine von drei Mannschaften zum Gewinn des UEFA Intertoto Cup führte. In der Saison 1996/97 erreichte er mit Guingamp das französische Pokalfinale, das im Elfmeterschießen gegen OGC Nizza verloren ging. 1995 wurde Smerecki in einer Umfrage von France Football zum besten Trainer der Ligue 1 gewählt; ab 2004 arbeitete er für den Französischen Fußballverband.

Er betreute diverse französische Jugendauswahlen (die U16 2006/07, die U17 2007/08, die U18 2008/09 und 2011/12, die U19 2009/10, 2012 und 2014 sowie die U20 von 2004 bis 2006, 2010/11 und 2014/15). 2010 wurde er mit Spielern wie Antoine Griezmann, Alexandre Lacazette, Francis Coquelin, Clément Grenier, Cédric Bakambu und Gaël Kakuta U19-Europameister.

„Francis war ein ausgezeichneter Trainer mit großen Verdiensten“, sagte FFF-Präsident Noël Le Graët. „Er wurde von allen Seiten für seine menschlichen Qualitäten und seine fröhliche Art geschätzt – auch von mir in den sechs Jahren, in denen er Trainer von En Avant Guingamp war [Noël Le Graët war in dieser Zeit Präsident des Vereins]. Die FFF und der französische Fußball verlieren eine große Persönlichkeit und einen erstklassigen Ausbilder.“

 

 

 

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