Sechs weitere Finalisten für die Futsal EURO 2016

Nachdem Italien sich am Donnerstag qualifizieren konnte, haben sechs weitere Teams ihr Ticket zur Endrunde der UEFA Futsal EURO 2016 gebucht - besonders spannend war es bei Portugal.

Dario Marinović bei Kroatiens 3:2-Sieg gegen die Slowakei
Dario Marinović bei Kroatiens 3:2-Sieg gegen die Slowakei ©Tonči Vlašić

Überblick
Für die Endrunde qualifiziert: Russland, Spanien, Italien (Titelverteidiger), Ukraine, Slowenien, Kroatien, Portugal, Serbien (Gastgeber)
In den Play-offs: Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Belarus, Aserbaidschan, Tschechische Republik, Slowakei, Kasachstan, Rumänien*

*Bester Tabellendritter

• Play-off-Auslosung: 10. Juni
• Play-off-Spiele: 15. - 22. September
• Endrunde (Belgrad): 2. - 13. Februar 2016

Gruppe 1
Russland, der Finalist von 2014, brauchte noch einen Punkt, um sich vor seinem Konkurrenten Bosnien-Herzegowina direkt zu qualifizieren, sicherte sich durch das Siegtor von Daniil Kutuzov neun Sekunden vor Schluss aber sogar alle drei. Elf Sekunden davor hatte Nermin Kahvedžić zum 1:1 ausgeglichen.

Lettland holte nach 1:3 noch ein 3:3 gegen die Niederlande.

Gruppe 2
Spanien, das mit Toren nicht gerade geizte, gewann alle drei Spiele und wies die EJR Mazedonien mit 7:1 in die Schranken. La Roja traf außerdem sechs Mal die Latte.

Ungarn qualifizierte sich als Tabellenzweiter aufgrund der besseren Tordifferenz vor der EJR Mazedonien für die Play-offs. Ákos Harnisch erzielte beim 8:2 gegen die Schweiz einen Hattrick. Beim Stande von 1:2 hatte der Schweizer Xhemajl Likaj einen Strafstoß vergeben.

Gruppe 3
• Titelverteidiger Italien konnte sich am Donnerstag qualifizieren und schloss die Hauptrunde mit einem 6:3-Sieg gegen Polen ab. Zur Pause stand es 3:3, doch in der zweiten Halbzeit zogen die Azzurri davon, als Gabriel Lima zweifach traf und so seinen Hattrick komplettierte.

Belarus überholte Finnland durch einen 2:0-Sieg im direkten Duell und sicherte sich so den Play-off-Rang. Beide Tore fielen nach dem Seitenwechsel.

Gruppe 4
• Die Ukraine beförderte Aserbaidschan mit einem 3:2-Sieg in Baku in die Play-offs. Ein Eigentor in der letzten Minute durch den Ukrainer Serhiy Zhurba sorgte für eine spannende Schlussphase, in der die Gastgeber den Ausgleich, der für die direkte Qualifikation gesorgt hätte, aber nicht mehr erzielen konnten.

• Der Tabellendritte Belgien – der 2014 die Endrunde ausrichtete – ging beim 5:3-Sieg gegen Dänemark bereits nach 38 Sekunden in Führung.

Gruppe 5
Slowenien verlor beim Aufwärmen zwar Torwart Damir Puškar, setzte sich aber gegen den direkten Konkurrenten, die Tschechische Republik, die in Führung ging, mit 3:1 durch.

Frankreich behauptete sich im Kampf um Rang drei gegen Norwegen mit 3:1.

Gruppe 6
• Franco Jelovčićs Tor in der 34. Minute verschaffte Kroatien einen 3:2-Erfolg gegen die Slowakei, die nach 0:2 noch auf 2:2 herankam in diesem Spiel, in dem es um die direkte Qualifikation ging.

• Ein Hattrick von Kapitän Cihan Özcan verhalf der Türkei zu einem 7:3 gegen Armenien.

Gruppe 7
Kasachstans 4:0-Sieg gegen Georgien bedeutete für Portugal, dass ein Sieg gegen Rumänien her musste. Die Osteuropäer gingen mit einem Vorsprung von drei Toren als Tabellenerster in diese Partie und Portugals 4:1-Sieg beschreibt den Spielverlauf nicht ganz zutreffend. Nach Doppelpack von Ricardinho stand es nach 28 Minuten 3:0, doch durch Alpar Cosmas Tor war Rumänien lange Zeit direkt für die Endrunde qualifiziert. Tiago Britos Schuss 72 Sekunden vor dem Ende brachte dann doch die Qualifikation für Portugal, während die Osteuropäer mit dem dritten Platz abschlossen.

Kasachstan, das sich noch nie für die Endrunde qualifiziert hatte, kann dies nun über die Play-offs schaffen. Das gilt auch für die Rumänen, denn als bester Tabellendritter (in einer Gruppe, in der drei Mannschaften mit sechs Punkten abschlossen) konnten sie sich ebenfalls über einen Play-off-Platz freuen.

Reporter: Emil Gasevski, Daniel Olkowicz, Abbas Zahidi, Rok Šinkovc, Elvir Islamović & Paul-Daniel Zaharia