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Zum Abschluss will Portugal Bronze

Gastgeber Portugal und Russland hatten im Halbfinale der Futsal-Europameisterschaft gute Chancen auf das Endspiel, nun aber kämpfen sie um Bronze.

Fünf Minuten vor dem Ende des Halbfinalspiels der UEFA-Futsal-Europameisterschaft schien Gastgeber Portugal auf dem sicheren Weg ins Finale zu sein. Doch im iberischen Duell mussten sie gegen Titelverteidiger Spanien noch zwei Treffer hinnehmen und scheiterten im anschließenden Sechsmeterschießen. Nun versuchen sie, am Sonntag das Spiel um Platz drei gegen Russland zu gewinnen, um sich von den Fans gebührend zu verabschieden.

Enttäuschung
Russland hatte gehofft, zum zweiten Mal in Folge ins Endspiel einziehen zu können, aber nachdem sie gegen Italien schon früh zurücklagen, fanden sie kein Mittel mehr gegen die Abwehr der Azzurri und mussten sich am Ende mit 0:2 geschlagen geben. "Unsere Fehler haben das Spiel entschieden", sagte Oleg Ivanov, der Trainer der Russen. Der Europameister von 1999 konnte nie hundertprozentig an die Form vergangener Jahren anknüpfen. Gegen Außenseiter Serbien gab es zum Auftakt dieses Turnier einen 5:3-Sieg, dem ein 4:1-Erfolg gegen die Ukraine folgte. Im letzten Gruppenspiel gegen Spanien mussten sie sich aber mit 1:4 geschlagen geben.

Frust und Freude bei Cirilo
Herausragend bei den Russen waren Cirilo, der bei seinem ersten großen Turnier für sein Heimatland gegen Serbien einen Dreierpack erzielte, und der vielseitige Vladislav Shayakhmetov. Aber gegen die Ukraine, Spanien und speziell gegen Italien konnten sich beide nicht vollends entfalten, da die Azzurri in der Defensive ein Meisterstück produzierten.

Erstes Halbfinale
Auch Portugal ist natürlich enttäuscht, kann gleichzeitig aber stolz sein nach der tollen Leistung gegen Spanien, das sie in einem Pflichtspiel noch nie geschlagen haben. Die Portugiesen erreichten erstmals in ihrer Geschichte ein Halbfinale, und dies auch dank eines der unglaublichsten Talente der Futsal-Welt: Der 22-jährige Ricardinho war ohne Zweifel der Liebling der Fans.

"Besonderer Spieler"
Der Mann von SL Benfica, der wahrscheinlich bald zu einem europäischen Topverein wechseln wird, erzielte gestern Abend mit einem tollen Fallrückzieher das 2:0 für die Portugiesen. "Ein besonderes Tor von einem besonderen Spieler", sagte dazu der spanische Trainer José Venancio.

Pech gehabt
"Wir hatten den Sieg in der Hand, aber er ist uns weggerutscht", sagte er gegenüber uefa.com. "Wieder einmal wurden wir das Opfer mangelnder Konzentration. Vor dem Spiel sprachen wir über die Möglichkeit, dass Spanien mit fünf Mann angreifen könnte, aber wir haben unseren Vorteil nicht verteidigt. Wir hatten Pech, aber wir müssen Spanien gratulieren. Trotzdem denke ich, dass wir in diesem Turnier etwas mehr verdient hätten."

Zum Abschluss Bronze
Ricardinho hofft darauf, dass die Fans nach dem Spiel um Bronze gegen Russland noch einmal allen Grund zum Jubeln haben. "Wir wollen das Turnier auf die bestmögliche Art beenden. Und das werden wir am Sonntag versuchen", sagte er. "Wir wollen uns mit einem Sieg verbeugen."