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Spanien tut dem Futsal gut

Am Mittwoch fand die zweite UEFA-Futsal-Konferenz mit einem Spiel im Ciudad del Fútbol in Madrid einen krönenden Abschluss: In Spanien gewinnt der Futsal an Fahrt.

Die zweite UEFA-Futsal-Konferenz fand am Mittwoch mit einem Testspiel zweier spanischer Spitzenklubs im Ciudad del Fútbol in Madrid einen krönenden Abschluss: In Spanien gewinnt der Futsal an Fahrt.

Interessante Partie
Nach zwei Tagen voller interessanter Präsentationen und umfassender Diskussionen in der spanischen Hauptstadt füllten die 170 Delegierten aus den 52 Mitgliederverbänden der UEFA die Ränge in der beeindruckenden Futsal-Arena, um die Partie zwischen dem Favoriten auf den UEFA-Futsal-Pokal, Boomerang Interviú FS, gegen CD La Escuela Caja Segovia FS zu verfolgen. Ebenfalls anwesend waren die UEFA-Kommission für Futsal und deren Vorsitzender Petr Fousek sowie der spanische Weltmeister-Trainer Javier Lozano.

Beeindruckende Fähigkeiten
Die Partie bot die Möglichkeit, etwas "Magisches" zu sehen, wie es Andy Roxburgh, der Technische Direktor der UEFA, in seiner Begrüßung- und Schlussrede ausdrückte. Die Akteure um den brasilianischen Star Schumacher und den spanischen Torhüter Luís Amado wurden den Erwartungen auch absolut gerecht. Die Begegnung endete mit einem 4:1-Sieg für Boomerang. Der überragende Joan erzielte dabei zwei Treffer.

Futsal heute
Roxburgh bemerkte in seiner Schlussrede außerdem, dass die Entwicklung des Futsals trotz aller Fortschritte in den letzten zehn Jahren weiter vorangetrieben werden müsse. 2006 sind die UEFA-Futsal-Europameisterschaft und der UEFA-Futsal-Pokal bereits voll etabliert. Insgesamt nehmen bereits 34 Nationen an den Futsal-Wettbewerben, die mittlerweile in die Abteilung für Berufsfußball aufgenommen wurde, teil.

"Harter Weg"
"Es dauerte zehn Jahre, bis wir das erreicht haben, was wir heute haben", sagte Roxburgh. "Es war ein harter Weg, aber nach zehn Jahren haben wir den Futsal als ein wichtiges Element in der Welt des Fußballs etabliert... wir werden den Futsal in den nächsten zehn Jahren nicht neu verstehen müssen." Er meinte weiter, dass die lockeren Gespräche in der Freizeit der Delegierten wahrscheinlich "die wichtigsten Elemente bei solch einer Veranstaltung sind".

Treffen der Kommission
Diese Gespräche führen logischerweise zu neuen Kontakten und neuen Beziehungen zwischen den Mitgliedsverbänden. Die aufstrebenden Länder können dabei von den führenden Nationen profitieren. Bei den offiziellen Diskussionsrunden waren ebenfalls große Fortschritte zu verzeichnen. Fousek erklärte, dass sich die UEFA-Futsal-Kommission bei ihrem Treffen heute um die Ergebnisse dieser Diskussionen kümmern wird.

Zusätzliche Begeisterung
Es gab eine Menge wichtiger Themen, die behandelt wurden. Zuerst wurde versucht, die Teilnehmerzahl bei der UEFA-Futsal-Europameisterschaft von acht auf mindestens zwölf zu erhöhen. Damit soll sowohl in der Qualifikation als auch in einer ausgeglicheneren Endrunde für zusätzliche Begeisterung gesorgt werden. 39 Nationen verlangten zudem nach einem Turnier für die U21-Mannschaften. Zum Schluss gab es noch den Wunsch nach einer Umstrukturierung des UEFA-Futsal-Pokals. Bei der Konferenz wurde dabei der Vorschlag für ein "Final-Four-Turnier" gemacht, bei dem zusätzliche Spannung garantiert wäre.

"Ein Schnellzug"
Andere wichtige Dinge waren die Arbeit in Sachen Breitensport-Fußball, der Frauen-Fußball, die Sicherstellung, dass alle 52 Mitgliederverbände aktiv am Geschehen teilnehmen sowie die Unterstützung der einzelnen nationalen Verbände. Dies alles soll nun auch so schnell wie möglich im Futsal bedacht werden, damit das Spiel auch außerhalb der Heimat große Zustimmung findet. Fousek sagte: "Das ist ein Schnellzug, der niemals stoppt und niemals langsamer wird. Die einzige Chance ist, sich an den Nationen zu orientieren, die bereits fortgeschrittener sind."

Nächste Konferenz in Prag
Die Entwicklung dieses Sports schreitet also mit Volldampf voran, und man darf gespannt sein, wie weit der Futsal bei der dritten UEFA-Futsal-Konferenz in zwei Jahren in Prag sein wird.