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Das Futsal-Jahr

Der Erfolg der Spanier bei der FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft besiegelte ein weiteres fantastisches Futsal-Jahr in Europa.

Von Greg Demetriou

Der grandiose Erfolg der Spanier bei der FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft in Chinese Taipei (Taiwan) besiegelte ein weiteres fantastisches Futsal-Jahr in Europa.

Revanche gelungen
Durch einen 2:1-Finalsieg gegen Italien konnte Spanien seinen Titel erfolgreich verteidigen. Im Halbfinale der letztjährigen UEFA-Futsal-EM hatte Italien die Spanier noch mit exakt diesem Resultat nach Hause geschickt. Alle fünf europäischen Vertreter zogen bei der WM in die Runde der letzten acht ein, aber letztlich waren es die Spanier, die die Fans am meisten begeisterten, deutlich wurde dies auch durch die Wahl von Javi Rodríguez zum zweitbesten Spieler des Turniers. Die Azzurri hatten mit Vinicius Bacaro den drittbesten Spieler in ihren Reihen. Beide wurden jedoch vom Brasilianer Falcão in den Schatten gestellt, der unumstritten der Star dieses Turniers war.

Große Hoffnungen
Nachdem die Klubszene sich nach wie vor rapide weiterentwickelt, stand nach einem bewegten Jahr der ultimative Höhepunkt auf internationaler Bühne an. In Anbetracht der EM-Endrunde im Februar gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich der weltweit am schnellsten ausbreitende Hallensport auf seinen Lorbeeren ausruhen wird. In der Tat offenbarte der UEFA-Futsal-Ausschussvorsitzende Petr Fousek zu Beginn des Jahres 2004 uefa.com, dass dieser Sport rasante Fortschritte mache und zwar nicht nur bezüglich des Leistungsniveaus. "Für die Zukunft verheißt dies nur Gutes - einerseits für die Entwicklung des Spiels als Ganzes, andererseits für die Zuschauerzahlen und die Möglichkeiten, Sponsoren zu akquirieren", sagte er.

Endrunde in Tschechien
Fousek blickt speziell in Richtung EM-Endrunde in Tschechien und ist sich sicher, "dass es ein großes Turnier werden wird", zumal es in der Gruppenphase zu einem erneuten Duell der Erzrivalen Spanien und Italien kommen wird. Nach einer Vorrunde wird von 27. Januar bis 1. Februar die Qualifikationsrunde ausgetragen, für die sich acht der 33 Teilnehmer ein Ticket sichern konnten.

Gezeigtes Potenzial
Sicherlich war es kein großes Kunststück, die führenden Nationen als Endrunden-Teilnehmer vorherzusagen. Aber dass die Niederlande und Ungarn Erfolg haben und in die Endrunde einziehen würden, war besonders bemerkenswert. Zudem zeigten auch Mannschaften wie Slowenien, Belarus und Bosnien-Herzegowina ihr Potenzial, wenngleich sie letztendlich den Sprung in die Endrunde verpassten. Durch die Tatsache, dass der Italiener Adriano Foglia zum weltbesten Spieler gewählt wurde, wurde die europäische Dominanz in diesem noch jungen Sport zusätzlich unterstrichen.

Dramatisches Ende
Im UEFA-Futsal-Pokal 2003/04 hatte Titelverteidiger Playas de Castellón FS den Titelhattrick angestrebt. Zu ihrem Leidwesen mussten sie aber feststellen, dass der einheimische Rivale Boomerang Interviú FS schon in der ersten Qualifikationsrunde etwas dagegen hatte. Beide trafen in einem Entscheidungsspiel am 21. März aufeinander. Boomerang, das nur ein Remis zum Weiterkommen benötigte, lag 1:2 zurück, als das Spiel in die Schlussminute ging. Javi Limones erzielte jedoch in den verbleibenden 25 Sekunden den entscheidenden Ausgleichstreffer.

Nicht zu stoppen
Boomerang war danach auch im Finale gegen SL Benfica nicht zu stoppen. Auch die Portugiesen standen erstmals im Endspiel, nachdem sie zuvor den zweimaligen Finalisten Action 21 Charleroi ausgeschaltet hatten. Nach zwei spannenden Partien am 24. April und 1. Mai stellte Boomerang durch einen 7:5-Gesamtsieg den dritten spanischen Triumph in Folge sicher.

Populäre Veranstaltung
Die Qualifikation für den UEFA-Futsal-Pokal 2004/05 begann im September. Wegen der hohen Teilnehmerzahl wurde zunächst eine Vorrunde durchgeführt. Im folgenden Monat nahmen die verbliebenen 31 Mannschaften an der ersten Qualifikationsrunde teil. Und wie zu erwarten, gehört Titelverteidiger Boomerang zu den acht Sieger-Teams, die in der nächsten Runde im März noch im Rennen sind.

Aufeinandertreffen
Doch zuvor wird noch die EM-Endrunde in Ostrava stattfinden, bei der ein spezielles Futsal-Seminar ins Leben gerufen wird, bei dem Repräsentanten der 18 europäischen Länder, die bis heute keine Futsal-Nationalmannschaft haben, zugegen sein werden. Ebenso sind einige weltweite Futsal-Größen vor Ort, die auf der zweitägigen Veranstaltung einiges dazu beitragen wollen, diese Sportart zukünftig noch populärer zu machen.