Rivera redet Rumänien stark

Sito Rivera erklärte, dass seine rumänische Mannschaft am Montag gegen seine spanischen Landsleute "untergehen könnte", aber er glaubt auch, dass Rumänien für eine Überraschung sorgen könnte.

José Venancio López ist sich sicher, dass sein Team weiß, was auf dem Spiel steht
©Action Images

Rumänien war die erste Mannschaft, die sich für das Viertelfinale bei der UEFA Futsal EURO 2012 qualifizieren konnte, doch zwei Tage später war die Freude ein wenig getrübt, als die Rumänen dann wussten, gegen wen sie am Montag in der Arena Zagreb ran müssen: Titelverteidiger Spanien.

Spanien konnte bislang alle zehn Duelle mit Rumänien gewinnen, zuletzt 2010 mit 7:1 beim Grand Prix in Brasilien. Vier dieser Pleiten mussten die Rumänen einstecken, seit der Spanier Sito Rivera 2009 das Kommando übernommen hat. Dennoch ist seine Amtszeit bislang sehr erfolgreich verlaufen. In der Gruppenphase gewann Rumänien nach der 1:2-Auftaktpleite gegen Kroatien mit 3:1 gegen die Tschechische Republik.

"Das ist natürlich das härteste Match, das wir erwischen konnten und das wir mit viel Herz angehen müssen", sagte Rivera. "In zehn Partien haben wir nie gewinnen können, aber wir haben unsere Chancen. Wir können gewinnen, vor allem wenn wir einen Sahnetag erwischen und Spanien einen durchschnittlichen."

Sein Gegenüber José Venancio López ist voller Bewunderung für die Leistung von Rivera bei einer Mannschaft, die erst seit 2003 besteht. Zu diesem Zeitpunkt hatte Spanien schon Welt- und Europameisterschaften gewonnen. "Es war ein großer Erfolg, ihn zu verpflichten, da sich Rumänien in den vergangenen Jahren sehr verbessert hat", sagte Venancio López.

Die Spanier, die ihren vierten Titel einfahren wollen, setzten sich in der Gruppenphase mit 4:2 gegen Slowenien und mit 4:1 gegen die Ukraine durch. Der erfahrene Álvaro dürfte wegen einer Wadenverletzung ausfallen. Zudem macht Venancio López vor allem eine rumänische Stärke große Sorgen.

"Eine Waffe, die sie auszeichnet, ist der fliegende Torhüter", sagte er. "Unseren Spielern ist sehr bewusst, was auf dem Spiel steht. Wir müssen gewinnen, in diesen Spielen geht es um Leben und Tod, der Moment der Wahrheit."

Rivera muss auf den gesperrten Gabriel Dobre verzichten. "Gegen Spanien könnten wir verlieren, wir könnten sogar untergehen, aber ich will, dass meine Spieler so auftreten, wie sie es gewohnt sind. Sie dürfen keine Angst haben. Ich denke, das habe ich schon erreicht", sagte er.

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