Rodríguez schießt Siegtor in Belfast

Die Schweiz hat sich eine gute Ausgangsposition für das Erreichen der FIFA-WM geschaffen. Im Play-off-Hinspiel in Nordirland gab es dank des Elfmetertreffers von Ricardo Rodríguez einen 1:0-Sieg.

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Die Schweiz hat mit einem Bein die FIFA-WM in Russland erreicht. Im Play-off-Hinspiel gewann die Truppe von Vladimir Petković in Nordirland mit 1:0. Den einzigen Treffer erzielte in der 58. Minute Ricardo Rodríguez per Foulelfmeter.

Petković änderte im Vergleich zum Portugal-Spiel, in dem es die einzige Niederlage während der Qualifikation gegeben hatte, auf drei Positionen. Manuel Akanji kam für den verletzten Djourou, Denis Zakaria durfte für Remo Freuler ran und an Stelle von Admir Mehmedi spielte Steven Zuber.

Von Beginn an machte der Favorit aus den Alpen klar, dass er unbedingt zur WM wollte und erarbeitete sich bald erste Möglichkeiten. So war es in der 10. und 12. Minute jeweils Granit Xhaka, der in beiden Situationen mit links aus 17 Metern den Ball über die Latte beförderte.

Noch besser aber war die Chance in der 18. Minute. Nach einem langen Ball von Xherdan Shaqiri in den Strafraum war Haris Seferović zur Stelle, erreichte die Kugel, konnte aber nicht genügend Druck entwickeln, um Michael McGovern zu überwinden, der sich das Leder griff.

Die Schweiz hatte zwar keine weiteren Chancen im ersten Abschnitt, machte aber mit fast 70 Prozent Ballbesitz und einer Zweikampfquote von 60 Prozent einen starken Eindruck. Von den Nordiren kam im Windsor Park zu Belfast allerdings sehr wenig.

Mehr kam nach nicht einmal einer halben Minute nach der Pause von den Gästen. Am bis dahin schönsten Angriff war Rodríguez beteiligt, der einen tollen Querpass auf Shaqiri spielt, dessen Schlenzer nur um Millimeter über das Quergebälk streifte. Diese Aktion hätte die Führung verdient gehabt.

Doch die hundertprozentige Möglichkeit sollte sich keine Viertelstunde später ergeben. Ein Direktschuss von Shaqiri landete angeblich am Oberarm von Jonathan Evans, der Schiedsrichter zeigte diesem zum Erstaunen aller die Gelbe Karte, womit er für das Rückspiel gesperrt ist, und pfiff Strafstoß. Und den ließ sich Rodríguez nicht entgehen und verwandelte links unten. Die Tür nach Russland hatte sich ein großes Stück geöffnet.

Leicht musste die Schweiz zittern, als es Mitte der zweiten Hälfte einen Freistoß für die Nordiren gab, den Chris Brunt über das Gehäuse zirkelte. Aufatmen. Da auch fortan kaum mehr Gefahr von den Nordiren ausging, endete die Partie mit dem so wichtigen Erfolg.

Mit diesem knappen Erfolg hat die Schweiz beste Chancen, am Sonntag in Basel den Sack zuzumachen und sich zum vierten Mal in Folge für eine WM zu qualifizieren. Davon aber ist Nordirland, das seit 1986 nicht mehr bei Welttitelkämpfen war, momentan weit entfernt.

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