Der letzte Vorhang für Marcel Koller

In Moldawien gibt der Schweizer seine Abschiedsvorstellung als österreichischer Teamchef. Zumindest in einem Pflichtspiel.

Marcel Koller wird Österreich noch einmal dirigieren
Marcel Koller wird Österreich noch einmal dirigieren ©AFP/Getty Images

Zwei Ziele hat das österreichische Nationalteam in Chisinau gegen Moldawien. Die ÖFB-Elf will der verpatzten WM-Qualifikation doch noch ein halbwegs versöhnliches Ende bereiten und gleichzeitig Marcel Koller einen schönen Abschied schenken. Es wird nämlich das letzte Pflichtspiel des Schweizers als rot-weiß-roter Trainer sein.

"Für mich ist das Spiel das Wichtigste, nicht, dass es mein letztes sein könnte", meinte Koller im Vorfeld der Begegnung. Es ist noch nicht geklärt, ob er bei den Testspielen im November noch auf der Bank sitzen wird. Fest steht jedoch, dass sein mit Jahresende auslaufender Vertrag nicht verlängert wird.

Sein Team tritt mit gestärktem Selbstvertrauen im Zimbru-Stadion an. Schließlich besiegte man am Freitag den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Serbien. Gegen Moldawien ist Österreich auch deswegen klarer Favorit.

Allerdings stellt sich Koller bereits im Vorfeld auf einen Abwehrkampf der Hausherren ein: "Ein frühes Tor wäre wünschenswert. Sollte das nicht funktionieren, gilt es, Geduld und Ruhe zu bewahren. Unser Gegner verteidigt gut und wir müssen die Chancen nutzen, die wir bekommen."

Sorgen bereitet ihm die dünne Personaldecke. Zu den ohnehin schon zahlreichen Ausfällen gesellten sich nun auch der gesperrte Aleksandar Dragović und Stefan Ilsanker, der eine Zehenverletzung erlitt. Nachberufen wurde stattdessen Dominik Wydra von Erzgebirge Aue.

Statt Dragović wird aller Voraussicht nach Philipp Lienhart sein Debüt geben. "Er ist beidfüßig, ruhig und macht seine Sache konzentriert", lobte Koller den Legionär vom SC Freiburg. Neben ihm werden wieder Kevin Danso, Moritz Bauer und Maximilian Wöber auflaufen. Eine Abwehr ohne große Erfahrung.

Das stellt für Koller aber kein Problem dar: "Wir haben eine junge Verteidigung. Die Spieler haben aber bereits gezeigt, dass sie in der physischen Verfassung sind, das hinzubekommen."

Erfahrung werden die Burschen sammeln. Und davon wird dann der nächste ÖFB-Teamchef profitieren. Wer auch immer das dann sein wird.

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