Kontertore besiegeln ÖFB-Pleite

Österreich unterlag in Serbien mit 2:3. Dabei waren die Gäste eigentlich spielbestimmend, zahlreiche Abwehrfehler verhinderten aber ein positives Resultat.

  • Österreich unterlag in der Qualifikation für die FIFA Weltmeisterschaft Serbien in Belgrad mit 2:3
  • Aleksandar Mitrović brachte die Hausherren in der ersten Hälfte zwei Mal in Führung
  • Marcel Sabitzer und Marc Janko konnten aber jeweils den Ausgleich erzielen
  • Dušan Tadić, der beste Mann am Feld, entschied dann aber die Begegnung mit seinem Treffer
  • Es war die erste Qualifikations-Niederlage für Österreich seit dem Jahr 2013

Nach dem Spiel gegen Wales litt ÖFB-Keeper Robert Almer an Wadenproblemen. Bis zuletzt war der Torhüter fraglich, letztlich entschied sich Marcel Koller aber gegen einen Einsatz. Statt ihm stand Ramazan Özcan zwischen den Pfosten. Bei den Hausherren fehlte Superstar Nemanja Matić aufgrund einer Sperre.

Mit einer richtigen Ohrfeige für die Gäste fing das Spiel an. Die Zuordnung passte bei den Österreichern überhaupt nicht, die Serben spielten einen schnellen Angriff über den rechten Flügel, Dušan Tadić brach mit Tempo durch und legte am Strafraum quer für Aleksandar Mitrović. Der Stürmer behielt die Nerven und schob locker ein. Fünf Minuten zeigte die Stadionuhr erst an.

Davon wachgerüttelt legte Österreich los. Eine dicke Ausgleichsmöglichkeit fand Marko Arnautović vor. Geschickt machte er im Strafraum einen Haken nach innen, aus guter Position jagte er den Ball aber in den Belgrader Nachthimmel.

Wenig später hatten die Gäste mehr Glück. Ein weiter Einwurf von Florian Klein wurde von der Abwehr genau Marcel Sabitzer vor die Beine gespielt. Der RB-Leipzig-Legionär fackelte nicht lange und bombte die Kugel in die linke Ecke (15.). Alles war wieder offen.

Vor allem in den Abwehrreihen. Denn nach einer Kopfball-Chance von Marc Janko taten sich in der rot-weiß-roten Hintermannschaft enorme Lücken auf. Mitrović wunderte sich bei der Flanke von Tadić, warum der Ball da so leicht passieren konnte und nickte entspannt zur abermaligen Führung ein.

Kurios war das Spiel nicht nur aufgrund der vielen Tore. Denn eigentlich präsentierte sich Österreich klar spielbestimmend, wie aber auch schon gegen Wales stimmte die Zuordnung in der Rückwärtsbewegung aber kaum bis gar nicht.

Der 2:2-Ausgleich, den Marc Janko in der 62. Minute erzielte, passte da ins Schema der bisherigen Tore. Nach einem Gestocher kam Arnautović völlig frei vor Vladimir Stojković an den Ball, scheiterte aber am Schlussmann. Janko stand aber bereit und versenkte den Abpraller im Netz.

Wieder gelang es den Österreichern aber nicht, nach dem Ausgleich etwas Ruhe ins Spiel zu bringen – und wieder nutzten das die Serben eiskalt aus. Dušan Tadić, der zuvor als doppelter Vorlagengeber glänzte, ließ Kevin Wimmer elegant an der Strafraumgrenze aussteigen, zog aufs Tor und stellte die Führung wieder her. Davon erholte sich die Koller-Elf nicht mehr. Es ist die erste Qualifikations-Niederlage seit 13 Spielen.

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