Österreich steht unter Zugzwang

Daheim gegen Moldawien möchte Österreich den Grundstein für ein erfolgreiches Länderspieljahr legen. Dabei stehen einige Änderungen an.

Marcel Koller richtet sein Team neu aus
Marcel Koller richtet sein Team neu aus ©AFP/Getty Images

"Es geht nur um drei Punkte", Marcel Koller ist sich der Rolle Österreichs vor dem WM-Qualifikationsspiel im Wiener Ernst Happel Stadion gegen Moldawien bewusst. Nur ein Heimsieg zählt, nur ein Heimsieg hält auch die Hoffnungen auf ein Ticket nach Russland am Leben.

Denn nach dem verpatzten Länderspieljahr 2016 liegt Österreich mit vier mageren Punkten aus vier Spielen in der Gruppe D hinter Irland, Serbien und Wales. Um wieder in die Spur zu finden, sind gröbere Umstellungen nicht ausgeschlossen. So gilt der Wechsel auf eine Dreierkette in der Abwehr als wahrscheinlich.

Bestätigen will das zwar keiner, Dementi gibt es allerdings auch nicht. "Wir werden sehen, ob wir damit auflaufen werden", meinte Koller bei der Pressekonferenz vor dem Spiel. Was wären die Vorteile dadurch? "In der Vorwärtsbewegung hat man einfach mehr Spieler zur Verfügung", so der Schweizer.

Marko Arnautović kümmert es kaum, was für ein System Österreich spielen wird: "Der Trainer wird es uns zeitgerecht mitteilen in welcher Formation wir auflaufen. Für mich ist es einfach nur elf gegen elf. Ich spiele überall, wo ich gebraucht werde. Wenn ich dem Team als Tormann helfen kann, dann spiele ich auch im Tor."

Der Stoke-City-Legionär verspricht, dass sich sein Team voll reinhängen wird: "Wir spielen auf Angriff. Wir werden alles dafür tun, dass es für uns läuft." Den Gegner erwartet Arnautović mit einer defensiven Ausrichtung: "Sie können auch gut spielen. Aber ich denke, dass sie sich hinten reinstellen werden und es mit Konterangriffen versuchen werden."

Die letzten beiden Begegnungen zwischen den beiden Nationen fanden im Zuge der Qualifikation zur EURO 2016 statt. Mit einem 1:0 und 2:1 war Österreich dabei zwar beide Male erfolgreich, die sechs Punkte kann man aber eher in die Kategorie "mühsame Arbeitssiege" einreihen.

Fehlen werden Marcel Koller die beiden gesperrten Stützen Alessandro Schöpf und Julian Baumgartlinger. Statt dem Mittelfeldmotor von Bayer Leverkusen wird deswegen erstmals David Alaba die Kapitänsschleife von Beginn an tragen. "Es ist eine große Ehre für mich, es freut mich, dass mich der Trainer auserwählt hat", so der 24-Jährige.

Für ganz vorne ist Guido Burgstaller mehr als eine Option. Der Stürmer, der für Schalke 04 und den 1. FC Nürnberg in dieser Saison bereits 20 Pflichtspieltore erzielt hat, ist erstmals seit einem Jahr wieder im Kader des Nationalteams.

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