Österreich steht unter Zugzwang

Ein Sieg gegen Irland ist für die ÖFB-Elf fast schon Pflicht. Endlich sollen auch die Resultate passen. "Im Fußball zählen Ergebnisse und nicht nur Leistungen", wusste auch Kapitän Baumgartlinger.

Marcel Koller: "Für beide ist es ein wichtiges Spiel."
Marcel Koller: "Für beide ist es ein wichtiges Spiel." ©AFP/Getty Images

Wenn am Samstag im Wiener Ernst Happel Stadion um 18:00 Uhr der Anpfiff zum Wem-Qualifikationsspiel Österreich gegen Irland erfolgt, dann weiß Marcel Koller, was auf dem Spiel steht. Mit vier Punkten aus drei Spielen hinkt das Soll dem Ist nach. Ein voller Erfolg wird dringend benötigt.

"Wir wollen das Spiel gewinnen und werden alles dafür tun. Das Stadion ist voll, die Fans werden uns unterstützen, aber es wird ein sehr enges Spiel werden", so der Schweizer. Ein Schicksalsspiel ist es aber dennoch nicht: "Es sind noch sechs weitere Matches zu spielen. Wenn man verliert, wird es schwieriger. Aber es wird auch bis zum Schluss eng, wenn wir gewinnen."

In diesem Jahr läuft der ÖFB-Motor bislang noch nicht auf Hochtouren. Kapitän Julian Baumgartlinger gerät deswegen aber noch lange nicht in Panik: "Für uns ist die EURO abgehakt, wir haben sie aufgearbeitet und unsere Lehren daraus gezogen. Ich denke, dass wir die beiden Qualifikations-Runden nicht vergleichbar sind. Dieser Erfolgslauf in der letzten EM-Qualifikation war eine Ausnahmesituation in ganz Europa aus der Sicht von Österreich, wenngleich wir uns die Ergebnisse hart erarbeitet haben und es keinesfalls ein Selbstläufer war.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams liegt noch gar nicht so lange zurück. In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 holte der ÖFB daheim einen 1:0-Sieg und rettete auswärts ein 2:2-Unentschieden. 

"Irland möchte natürlich auch Punkte mitnehmen. Wir kennen die Situation gegen Irland von der letzten WM Qualifikation, daher erwarte ich morgen wieder ein sehr intensives Spiel. Für uns wird wichtig sein, dass wir für die Spielweise der Iren bereit sind. Jeder muss bereit sein, dagegen zu halten. Ich denke, dass sich Irland seit unserem letzten Aufeinandertreffen weiterentwickelt hat", meinte Koller.

Der Gegner ist für den Schweizer aufgrund einiger Ausfälle schwer einzuschätzen: "Es fehlen drei wichtige Spieler im irischen Kader, daher kann sich am System schon etwas ändern. Wir bekommen die Aufstellung eine Stunde vor Anpfiff und dann können darauf reagieren."

Auch Österreich muss auf einige Stützen verzichten. Zlatko Junuzović, Robert Almer und Sebastian Prödl fehlen verletzt. Ramazan Özcan wird fix im Tor anfangen. Alessandro Schöpf und Marcel Sabitzer werden aufgrund ihrer guten Form große Chancen auf die Startelf zugeschrieben.

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