DFB-Künstler erwarten harte Arbeit

Nach zwei 3:0-Siegen führt Deutschland die Gruppe C in den European Qualifiers souverän an. Diese Serie soll auch gegen die kopfballstarken Nordiren halten. İlkay Gündoğan steht in der Startelf.

Mesut Özil (r.) im Duell mit Steven Davis
Mesut Özil (r.) im Duell mit Steven Davis ©Getty Images

Die deutschen Nationalspieler hatten nun ein paar Tage Zeit, das überzeugende 3:0 vom vergangenen Samstag gegen die Tschechische Republik zu genießen.

Mit dem Fußball-Fest gegen den vermeintlich stärksten Gegner der Gruppe C hatte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw schließlich die hohen Erwartungen erfüllt: schön spielen, schnell umschalten und die sich bietenden Torchancen konsequent nutzen.

Dass dies so gut gelingen konnte, lag aber auch an der überraschend offensiven Einstellung der Tschechen. Die sich immer bietenden freien Räumen nutzte die DFB-Auswahl, um ihr starkes Pass- und Kombinationsspiel aufzuziehen.

Gegen den nächsten Gegner wird das wohl ungleich schwerer zu realisieren sein. Denn die Nordiren dürften in Hannover längst nicht so engagiert nach vorne spielen, wie es die Tschechen bisweilen taten. Zumal die Gäste das klare Ergebnis von Hamburg als weiteres Indiz dafür betrachten werden, wie schädlich es sein kann zu glauben, den Deutschen im offenen Schlagabtausch gewachsen zu sein.

"Nordirland wird sehr tief stehen. Sie haben sehr kopfballstarke Spieler", sagte Löw auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Eine Einschätzung, die Jérôme Boateng teilt. "Die werden sicher nicht vorne draufgehen, da müssen wir wieder schnell über die Außen spielen und unser Kombinationsspiel aufziehen", spricht der Innenverteidiger aus Erfahrung.

Er war ja dabei, als sich beide Mannschaften vor nicht allzu langer Zeit in der Gruppenphase der UEFA EURO 2016 zuletzt gegenüberstanden. 71 Prozent Ballbesitz hatte das DFB-Team damals im Pariser Parc des Princes, letztendlich sprang aber trotz zahlreicher Großchancen nur ein 1:0-Sieg heraus.

So spannend will es die deutsche Mannschaft diesmal nicht machen. "Wir sind hoch motiviert und wollen zeigen, dass wir eine der besten Mannschaften der Welt sind", sagte Boatengs Innenverteidiger-Kollege Mats Hummels. Für ein Team mit solchen Ansprüchen sollte das Spiel gegen die Nordiren nur ein weiterer Zwischenstopp auf dem Weg zur WM-Endrunde in Russland 2018 sein, auch wenn der Gegner mit einem Unentschieden und einem Sieg ebenfalls erfolgreich in die European Qualifiers gestartet ist.

Löw jedenfalls hat alle Mann an Bord. Stark rotieren wird er dennoch nicht. Bis auf İlkay Gündoğan, der für Sami Khedira oder Toni Kroos in die Startelf rücken wird, ist mit der Hamburger Elf zu rechnen.

 

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