Schweiz müht sich zum perfeken Start

Die Schweizer Nationalmannschaft bleibt in Gruppe C der European Qualifiers weiter das Maß der Dinge. Beim dritten Sieg in Folge in Andorra hatten die Gäste aber mehr Mühe als erwartet.

Die Schweiz eilt in Gruppe B der European Qualifiers für Russland 2018 von Sieg zu Sieg und führt nach drei Spieltagen weiter die Tabelle an. Beim krassen Außenseiter in Andorra reichte es für das Team von Nationaltrainer Vladimir Petković allerdings nur zu einem mageren 2:1. Die Tore für die Eidgenossen erzielten Fabian Schär (19.) per Elfmeter und Admir Mehmedi (77.), ehe Alexandre Martinez in der Nachspielzeit den späten Anschlusstreffer für die Hausherren markierte.

Trainer Petković nahm im Vergleich zum 3:2-Sieg am Freitag in Ungarn nicht weniger als fünf Veränderungen in der Startelf vor. Auch Yann Sommer musste seinen Platz zwischen den Pfosten räumen und ihn Roman Bürki überlassen. Für den gesperrten Valon Behrami rückte Kapitän Granit Xhaka wieder in die Startelf, nachdem er selbst gerade eine Sperre abgesessen hatte.

Die Schweizer taten sich in der ersten Halbzeit sehr schwer gegen spielerisch limitierte, aber sehr leidenschaftlich agierende Hausherren, die den Einsatz allerdings ein ums andere Mal etwas übertrieben. So dauerte es bis zur 19. Minute, ehe die Gäste erstmals gefährlich vor dem Tor der Andorraner auftauchten. Admir Mehmedi wurde im Strafraum von Ildefons Lima gefoult, und Schär verwandelte den fälligen Elfmeter zur 1:0-Führung.

Wer gedacht hatte, dass dieser Treffer den Schweizern mehr Selbstbewusstsein verleihen würde, sah sich getäuscht. Statt das nächste Tor nachzulegen und noch vor der Pause für eine Vorentscheidung zu sorgen, rannten sie meistens ideenlos gegen das Abwehrbollwerk der Gastgeber an. Lediglich eine Chance erspielten sich die Schweizer vor der Pause noch. Doch ein Kopfball von Schär flog knapp am langen Pfosten vorbei.

In der zweiten Halbzeit dauerte es zwar nur wenige Augenblicke bis zur ersten klaren Gelegenheit für die Nati - Haris Seferović schoss die Kugel in aussichtsreicher Position über den Kasten. Doch anschließend verfielen die Schweizer wieder in ihr uninspiriertes Spiel und konnten sich kaum einmal gefährlich in Szene setzen.

In der Schlussphase reichte es immerhin noch zu einem weiteren Tor. Mehmedi wuchtete freistehend eine Flanke von Xherdan Shaqiri, der an diesem Tag 25 Jahre alt wurde, zum 2:0 ins Netz. Allerdings mussten die Gäste noch das Anschlusstor zum 2:1 durch Martinez hinnehmen. Am Ende stand der dritte Sieg im dritten Spiel und die Verteidigung der Spitzenposition in Gruppe B. Das letzte Qualifikationsspiel des Kalenderjahres bestreitet die Schweiz am 13. November zu Hause gegen die Färöer.

 

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