Weiße Weste muss sauber bleiben

Wenn Tabellenführer Schweiz am Freitagabend in der WM-Qualifikation bei den Färöer-Inseln antritt, ist ein Sieg Pflicht. Mit dem sechsten Sieg in Folge bliebe Verfolger Portugal auf Abstand.

Nati-Trainer Vladimir Petković mahnt zur Wachsamkeit, ist aber optmistisch
Nati-Trainer Vladimir Petković mahnt zur Wachsamkeit, ist aber optmistisch ©AFP/Getty Images

Weiter Punkte sammeln auf dem Weg zur FIFA-WM 2018, um im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg gegen Verfolger Portugal die besseren Karten zu haben. Das ist das Motto der Schweizer Nationalmannschaft, wenn am Freitagabend auf den Färöer-Inseln das Qualifikationsspiel in der Gruppe B der European Qualifiers ansteht.

Das Wichtigste vorne weg. Die Nati ist gut gelandet in Torshavn, der Hauptstadt der Schafsinseln. Weil Teammanager Philipp Ebneter damit mal Probleme wegen des dort häufig starken Windes hatte, machte sich der Blick Sorgen um das Wohlergehen der Kicker; aber alles noch einmal gut gegangen.

Problemlos sollte auch das Spiel laufen, die Färöer waren noch nie ein Grund, vor Angst zu schlottern, auch wenn sie vor mehr als einem Vierteljahrhundert mal Österreich versenkt haben. Aber schließlich kommt der stolze Tabellenführer, der bislang alle fünf Spiele gewonnen hat, so auch das gegen UEFA-Europameister Portugal.

Doch dass Trainer Vladimir Petković natürlich warnen muss, ist klar. Alles andere wäre pädagogisches Harakiri: "Luxemburg hat soeben Albanien 2:1 geschlagen. Albanien ist eine sehr gute Mannschaft, war letztes Jahr an der Euro. Es gibt keine leichten Gegner mehr."

Natürlich, wir befinden uns am Ende einer sehr langen Saison, die von den Spielern alles abverlangt hat, deshalb muss noch einmal eine echte Energieleistung her. Die Freude, dass auf Kunstrasen gespielt wird, hält sich bei Superstar Xherdan Shaqiri und seinen Kollegen in Grenzen.

"Aber motiviert werden wir bestimmt sein. Auch wenn es für uns schlecht ist, dass noch zwei Wochen nach Meisterschaftsende Länderspiele anstehen. So haben wir rund zwei Wochen weniger Urlaub und Erholungszeit. Aber ich freue mich, meinem Körper eine Pause gönnen zu können."

Nach dem sechsten Sieg in Folge. Shaqiri ist entschlossen, alles zu geben und ja keine Punkte zu lassen, denn "ich glaube, dass wir alle Spiele bis zur letzten Partie in Portugal gewinnen müssen. Ich denke, Ronaldo und Co. werden nämlich durchziehen. Dann geht’s um alles im letzten Spiel."

Geflogen ist die Nati übrigens mit einer recht kleinen Maschine, die nur 112 Plätze hat. Aber für Trainer Petković nun wirklich kein Problem: "Das Flugzeug ist nicht zu klein, um zu tanken. Und auch nicht zu klein, um drei Punkte mit nach Hause zu nehmen."

Alles andere wäre auch schwer vermittelbar. Noch einmal einen Sieg landen und dann in den wohlverdienten Urlaub gehen. Wenn das keine Motivation ist.

 

Oben