Nati vor neuen Ufern

Mit einem Sieg am Samstag gegen Lettland würde die Schweiz nicht nur die Tabellenführung untermauern, sondern auch diverse Rekorde einstellen oder verbessern. Das Selbstvertrauen bei der Nati ist groß.

Vladimir Petković kann bislang zufrieden mit der Qualifikation der Nati sein
Vladimir Petković kann bislang zufrieden mit der Qualifikation der Nati sein ©AFP/Getty Images

Voller Zuversicht geht die Schweizer Nationalmannschaft am Samstag in ihr FIFA-WM-Qualifikationsspiel gegen Lettland. Kaum einer zweifelt daran, dass es gegen die Balten im 5. Quali-Spiel den 5. Sieg gibt.

Mit einem weiteren Dreier würde Trainer Petkovic nicht nur seinen eigenen Rekord von vier Siegen in der Qualifikation in Folge verbessern, er würde eine weitere Bestmarke egalisieren, die von fünf Siegen hintereinander, denn noch nie hat eine Nati fünf Spiele hintereinander gewonnen. Dies soll nun im Stade de Genève gelingen.

Dass sich die Schweiz in dieser komfortablen Lage befindet und Tabellenführer der Gruppe B ist, hat sie vor allem dem großartigen 2:0-Sieg gegen UEFA-Europameister Portugal zu verdanken. Das hat nun zur Folge, dass – sollte nicht nur das Spiel am Samstag, sondern auch die kommenden gegen die Färöer, Andorra und wieder Lettland gewonnen werden - zum Abschluss der Qualifikation gegen Ungarn und in Portugal je ein Remis reichen würde, um als Gruppensieger direkt bei der WM in Russland dabei zu sein.

Aber um diese Bestmarken geht es Petkovic natürlich nicht. "Das bedeutet mir gar nichts, ob vier, fünf oder acht Siege – das ist mir völlig egal. Hauptsache, wir gewinnen gegen Lettland und holen uns die drei Punkte."

In jedem Fall ratsam wäre es, an der Treffsicherheit bzw. am Torverhältnis zu arbeiten, denn verglichen mit Portugal hat die Schweiz sieben Tore weniger erzielt.

"Natürlich reden wir über das", sagt Haris Seferovic, Stürmer von Eintracht Frankfurt, der aber auch weiß, dass es schwer ist, Effektivität vor des Gegners Kasten zu trainieren. Wichtig sei, ein einfaches Rezept umzusetzen: "Sie werden von Anfang an hinten stehen und auf Konter hoffen." Weshalb ein frühes Tor sehr helfen würde.

Allerdings plagen den Schweizer Trainer einige personelle Sorgen. Valon Behrami vom FC Watford leidet an muskulären Problemen, weshalb er am Samstag nicht dabei sein kann. Und auch der Einsatz von Xherdan Shaqiri wird hinterfragt. Nach einer Verletzung bei Stoke City wurde er dort nicht mehr berücksichtigt, was den Schweizer Selektionär jedoch nicht daran hindert, auf seinen Offensivstar zu setzen. So würde er denn am Samstag sein 60. Länderspiel bestreiten.

Und auch daran, dass Dortmund-Goalie Roman Bürki spielen wird, sollte es keinen Zweifel geben. Am Dienstag verzichtete er nach seiner Verletzung am Wadenbein, erlitten im Pokalspiel gegen Lotto, noch auf das Mannschafts-Training, nun wird er seinen Kasten gegen Lettland sauber halten wollen.

Ob mit oder ohne Gegentor, das ist es nicht, was in Genf zählt. "Wir haben eine tolle Ausgangslage", sagte Arsenal-Star Granit Xhaka. "Es liegt an uns, diese zu nutzen. Einfach wird es nicht. Auch am Samstag gegen die Letten nicht. Sie schießen wenig Tore, lassen aber auch wenige zu. Wir müssen bereit sein, auch im Kopf."

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