Schweizer Endspiel in Lissabon

Trotz neun Siegen aus neun Spielen ist die Schweiz immer noch nicht direkt für die WM-Endrunde qualifiziert. Beim großen Konkurrenten Portugal kämpfen die Eidgenossen am Dienstag um den Gruppensieg.

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Neun Siege aus neun Spielen stehen bei der Schweizer Nationalmannschaft zu Buche, die die beste Qualifikation der SFV-Geschichte spielt. Trotzdem reicht diese makellose Bilanz und maximale Punkteausbeute noch nicht für die direkte Teilnahme an der WM-Endrunde 2018 in Russland.

Am zehnten und letzten Quali-Spieltag kommt es im Estadio da Luz in Lissabon zum Endspiel um den ersten Tabellenplatz in Gruppe B – ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten Portugal.

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Das Team um Superstar Cristiano Ronaldo steht bei acht Siegen, die einzige Niederlage kassierte der Europameister am ersten Spieltag gegen die Schweiz. Der Gastgeber steht aktuell mit 24 Punkten drei Zähler hinter den Eidgenossen auf dem zweiten Tabellenplatz und kann sich nur mit einem Sieg über die Eidgenossen noch vorbeischieben.

"Wir kennen die Herausforderung, wir werden alles dafür tun, das Ticket für die WM zu lösen. Wir werden mehr als die Schweiz laufen müssen", sagte Portugals Abwehrspieler Pepe vor dem Showdown. Sein Trainer Fernando Santos fügte hinzu: "Wir spielen gegen einen starken Gegner. Die Schweiz hat bisher 9 Siege in 9 Spielen geholt. Ich hoffe, wir schaffen auch den 9. Sieg."

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Im Gegensatz zu den Portugiesen reicht der Schweiz bereits ein Punkt, um sich das direkte Ticket zur Endrunde zu sichern. Doch welche der beide Mannschaften letztendlich auch den Kürzeren ziehen wird: Für den Zweitplatzierten ist der Zug nach Russland nicht komplett abgefahren. Er kämpft als Zwischenstation in den Play-offs (9. bis 14. November) um die verbleibenden vier Tickets.

Trainer Vladimir Petkovic, der vor seiner zweiten Endrunden-Teilnahme bei einem großen Turnier mit der Nati steht, bleibt trotz der Umstände gelassen. Er vertraut seiner Mannschaft zu 100 Prozent: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir können es selbst entscheiden und gehen voller Selbstvertrauen in dieses Finalspiel. Wir werden auch gegen Portugal auf Sieg spielen", sagte Petkovic auf der PK vor dem Spiel in Portugal.

Ricardo Rodriguez, Blerim Dzemaili und Admir Mehmedi hatte Petkovic gegen Ungarn nicht eingesetzt, da sie bei einer weiteren Verwarnung gegen Portugal gesperrt gewesen wären. In Lissabon werden die Leistungsträger aber wohl wieder von Beginn an dabei sein. Valon Behrami wird den Schweizern jedoch verletzungsbedingt fehlen.

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