Kantersieg: DFB-Elf fegt Estland vom Platz

Deutschland zeigte in Mainz eindrucksvoll, wie man tiefstehende Gegner nach Strich und Faden zerlegt.

See how Germany eased to an emphatic Group C win.

Das Spiel in Kürze...

Estland verteidigte von Beginn an mit allen Spielern am eigenen Strafraum und spielte Deutschland damit voll in die Karten. Die DFB-Elf wirkte spritzig und entwickelte immer wieder Ideen, um den Abwehrriegel zu durchbrechen.

In der zehnten Minuten fand İlkay Gündoğan eine Lücke und bediente Thilo Kehrer, der von rechts direkt in die Mitte weiterleitete. Marco Reus hatte sich dort perfekt in Position gebracht und traf aus fünf Metern zum 1:0.

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Es gab weitere Chancen im Minutentakt und in der 17. Minute fiel das 2:0. Wieder war Gündoğan der Initiator und nach guter Ballbehandlung von Leroy Sané durfte Serge Gnabry aus kurzer Distanz einschieben.

Der Jubel war kaum verstummt, da erhöhte Leon Goretzka per Kopf auf 3:0 (20.). Estland war völlig von der Rolle und kassierte sechs Minuten später das nächste Tor, als Gündoğan einen Foulelfmeter sicher verwandelte.

Nachdem Reus in der 37. Minute mit einem sehenswerten Freistoß auf 5:0 erhöhte, schwappte im ersten Anlauf die Laola-Welle durchs Mainzer Stadion.

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Estland zog sich nach dem Wechsel nicht mehr ganz so tief zurück, war aber weiterhin nicht in der Lage, das deutsche Angriffsspiel zu entschärfen. Gnabry schob in der 62. Minute zum halben Dutzend ein, danach ließ die DFB-Elf mehrere beste Chancen liegen.

Elf Minuten vor Schluss klingelte es erneut, als Timo Werner nach Vorarbeit von Julian Draxler auf 7:0 stellte.  Sané sorgte mit einem schönen Schlenzer (88.) für den Schlusspunkt.

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Spieler des Spiels: İlkay Gündoğan
Gündoğan war in der ersten Halbzeit Deutschlands Takt- und Ideengeber. Gegen die tief stehende estnische Abwehr bespielte er immer wieder die richtigen Räume. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde er ausgewechselt, aber da war das Spiel dank seiner starken Leistung längst entschieden.

Stimmen zum Spiel

Marcus Sorg (stellvertretender Bundestrainer): Wir haben im Training viele Möglichkeiten vorgestellt, um die Abwehr zu knacken. Am Ende des Tages soll sich der Spieler aber frei fühlen und mit seiner Intuition entscheiden. Es ging darum, eine gewisse Konsequenz an den Tag zu legen und zu zeigen, dass wir konstant werden und das Ding in der zweiten Halbzeit bis zum Schluss durchziehen. Das haben sie gezeigt, sehr großes Laufengagement an den Tag gelegt, bis zum Schluss.

Leon Goretzka: Es ist wichtig, wenn es eng ist, kurze Pässe zu spielen und das ist uns gut gelungen. Es gibt noch Dinge, die besser laufen können, es gibt viel zu verbessern, aber solche Spiele sind gut. Das Videomaterial kann man auswerten und Dinge optimieren. Es kommen andere Gegner und andere Aufgaben. Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen.

Marco Reus: Wir hatten heute einen besseren Rhythmus, gutes Passspiel und haben direkt die Chancen genutzt. Wahrscheinlich war das Freistoßtor mein schönstes im Nationaltrikot.
Quelle: dfb.de


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