Ankick zur neuen ÖFB-Ära

Gegen Uruguay hat die österreichische Nationalelf den ersten Auftritt unter Trainer Franco Foda - und dabei wird gleich die Richtung vorgegeben

Franco Foda sitzt bei Österreich erstmals auf der Bank
Franco Foda sitzt bei Österreich erstmals auf der Bank ©Getty Images

Im Wiener Ernst-Happel-Stadion findet am 25. Todestag des legendären Namensgebers am Dienstagabend das erste Spiel der österreichischen Nationalmannschaft unter Franco Foda statt. Mit Uruguay hat sich der ÖFB für diesen Anlass keinen schwachen Gegner ausgesucht. Dennoch ist der neue Trainer zuversichtlich: "Wir wollen gewinnen."

Um das Team kennenzulernen, bat der Deutsche zum einwöchigen Trainingslehrgang im spanischen Marbella. Dort versuchten klarerweise alle Akteure, den neuen Chef zu beeindrucken. "Die Spieler sind sehr konzentriert und engagiert bei den Trainings, versuchen alles möglichst schnell umsetzen. Jeder Spieler versucht sich zu beweisen", meinte Foda.

Aus seiner Aufstellung macht der gebürtige Mainzer noch ein Geheimnis. Die Frage, ob David Alaba unter ihm im Mittelfeld oder in der Abwehr spielen wird, muss er aber noch nicht beantworten. Der Star vom FC Bayern sagte verletzungsbedingt ab.

Durch die Rücktritte von Zlatko Junuzović und Martin Harnik, sowie der Nichtberücksichtigung von Marc Janko wird nun auch die nächste Generation gefordert.

Für Aleksandar Dragović ist der Umbruch aber kein Nachteil – und schon gar keine Ausrede: "Es gibt nicht jung und alt, sondern nur gut oder schlecht. Für mich ist es egal, wie alt ein Spieler ist, die Leistung am Platz zählt und wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir müssen als Mannschaft harmonieren und nicht, dass einer denkt, er ist der große Star, sondern die Mannschaft ist der Star."

Einen solchen Einzelkönner hat Uruguay. Luis Suárez kommt allerdings nicht mit nach Österreich. Der Barcelona-Stürmer unterzieht sich einer Behandlung am rechten Knie. Aber auch ohne ihn trifft der ÖFB auf "ein sehr starkes Team", wie Franco Foda wusste. "Sie haben außergewöhnliche Spieler in ihren Reihen." Beispielsweise Edinson Cavani von Paris Saint-Germain.

Einen Zuschaueransturm lösen die Südamerikaner aber nicht aus. Knapp 10.000 Besucher werden im Prater-Oval erwartet. "Es ist unsere Aufgabe, dass wir die Fans mit unserer Spielweise und unseren Ergebnissen wieder ins Boot holen", wusste Kapitän Julian Baumgartlinger. Und damit wollen die ÖFB-Spieler gleich zum Start der Ära Franco Foda beginnen.

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