"Mehr Möglichkeiten in der Offensive"

"Heute haben wir 30 bis 40 Spieler, die problemlos zur WM fahren könnten", freut sich Toni Kroos über die starke Konkurrenz im DFB-Team, weiß aber auch, dass das noch keine Erfolgs-Garantie ist.

Toni Kroos bei der PK vor dem Frankreich-Spiel
Toni Kroos bei der PK vor dem Frankreich-Spiel ©Getty Images

In England musste Toni Kroos am Samstag noch wegen einer Magen-Darm-Erkrankung passen, doch gegen Frankreich wird Deutschlands erfolgreichster Kicker des letzten Jahrzehnts wieder wie gewohnt im Mittelfeld die Fäden ziehen.

Für Kroos ist das letzte Länderspiel eines extrem erfolgreichen Jahres keine Revanche, auch wenn dem DFB-Team die letzte Niederlage vor fast eineinhalb Jahren im Halbfinale der UEFA EURO 2016 gegen eben jene Franzosen unterlief. "Die Franzosen hatten damals mehr Spielglück als wir, was ich noch in Erinnerung habe ist, dass wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, aber keine Tore gemacht haben."

Kroos setzt auf Timo Werner
Kroos setzt auf Timo Werner©Getty Images

Dies soll nicht nur morgen im keineswegs ausverkauften Länderspiel in Köln anders werden, sondern vor allem natürlich bei der WM im kommenden Sommer. "Beide Nationen haben sich seither weiterentwickelt, wir haben damals zu wenig Tore gemacht, zu viele Chancen vergeben, jetzt haben wir viele Spieler dabei, die den Abschluss suchen und tief gehen, wie zum Beispiel Timo Werner, der uns gut tut und es dem Gegner schwerer macht."

59 Treffer hat das DFB-Team seit dem unglücklichen Aus im EURO-Halbfinale in 20 Spielen erzielt, doch eine Garantie auf eine erfolgreiche Titelverteidigung in Russland ist das noch lange nicht, weiß auch Toni Kroos: "Ich kann nicht versprechen, dass wir es nächstes Jahr besser machen, aber wir haben definitiv mehr Möglichkeiten in der Offensive, aber was dann in den K.o.-Spielen passiert, ist schwer zu sagen."

Bestes Beispiel für diese These sind die Italiener, die gegen Schweden um ihr WM-Ticket bangen müssen. Würde Kroos sich über ein Aus des vierfachen Weltmeisters und einstigen Deutschland-Schrecks freuen?

“Nein, ich drücke Schweden nicht die Daumen, eigentlich ist es mir egal, wer weiterkommt. Es gibt so viele starke Nationen bei der WM, auf einen mehr oder weniger kommt es da nicht an."

Vor dem Fernseher sitzen und – wem auch immer – die Daumen drücken, wird Kroos heute Abend eher nicht, denn, "ich finde das nicht so spannend."

 

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