Zitterpartie mit Happy End für die Schweiz

Im Rückspiel des WM-Play-offs ließ die Schweiz viele Chancen liegen und musste am Ende zittern, darf sich aber nach dem 0:0 über das Ticket nach Russland freuen.

Gewackelt, aber nicht gefallen: Schweiz fährt zur WM
Gewackelt, aber nicht gefallen: Schweiz fährt zur WM ©AFP/Getty Images

Die Schweiz hat sich in Basel für die FIFA-WM qualifiziert. Beim 0:0 im Play-off-Rückspiel gegen Nordirland verteidigte man den knappen 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel.

Beide Teams lieferten sich eine unterhaltsame Auftaktphase, in der vor allem die Hausherren den Ton angaben. Die Schweiz spielte sich mehrere Chancen heraus, ließ vor dem Tor aber die Genauigkeit vermissen. Manchmal fehlte auch nur ein Quäntchen Glück.

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Haris Seferović, Steven Zuber und Blerim Džemaili hatten das 1:0 auf dem Fuß, doch irgendwie konnte Nordirland die Drangphase der Schweizer überstehen. Gegen Ende der ersten Halbzeit war die Mannschaft von Vladimir Petković nicht mehr ganz so gefährlich, also ging es torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber weiter am Drücker. Zuber schnupperte erneut am Führungstreffer, zögerte beim Abschluss jedoch zu lange. Wieder war es ein Spielabschnitt, in dem sich die Schweiz für die Überlegenheit nicht belohnte.

Mitte der zweiten Halbzeit wurde es ausgeglichener. Plötzlich waren auch die Nordiren mal gefährlich und es fehlten Conor Washington nur Zentimeter, um die Partie auf den Kopf zu stellen.

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Während Nordirland Morgenluft witterte, schien die Schweiz angeschlagen und ließ sich zu sehr hinten reindrängen.  Erst in der Schlussphase konnte man wieder einige gute Konter fahren, dabei agierte aber insbesondere Seferović fahrlässig, als er sechs Minuten vor dem Ende freistehend über das Tor schoss.

Der eingewechselte Breel Embolo brachte frischen Wind und kreierte für die Schweiz zwei gute Chancen, die Abschlussschwäche hatte aber weiterhin Bestand. Es lief bereits die Nachspielzeit, als die Nordiren, die sich mit einem Tor in die Verlängerung gerettet hätten, zur Riesenchance für Jonny Evans kamen. Ricardo Rodríguez konnte für seinen geschlagenen Torwart Yann Sommer auf der Linie klären.

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Es war die letzte Gelegenheit für tapfere Nordiren. Unter dem Strich war die Schweiz über Hin- und Rückspiel das bessere Team und geht daher verdient als Sieger aus diesem Duell hervor.

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