Das Beste zum Schluss

Im Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand geht am Dienstag ein ziemlich erfolgreiches Länderspiel-Jahr für den DFB zuende, wenn es nach dem Bundestrainer geht, mit einem Sieg...

Thomas Müller würde im letzten Länderspiel des Jahres zu gerne nochmal treffen
Thomas Müller würde im letzten Länderspiel des Jahres zu gerne nochmal treffen ©Getty Images

"Da merkt man nichts von einem Freundschaftsspiel. Da geht’s zur Sache", stellt Weltmeister Klaus Augenthaler vor dem Freundschaftsspiel des DFB gegen Italien am Dienstag in Mailand klar. Es ist der letzte Einsatz für die Nationalmannschaft im Kalenderjahr 2016.

In den Medien wird Italien oft als "Angstgegner" des DFB tituliert, gab es doch gerade bei großen Turnieren immer wieder Niederlagen gegen die Azzurri. Sei es im Finale der Weltmeisterschaft 1982 (1:3), im Halbfinale der UEFA EURO 2012 (1:2) oder im besonders bitteren Aus bei der Heim-WM 2006 (0:2 im Halbfinale) – gegen Italien tat sich der DFB immer schwer. Doch Mats Hummels sieht das Duell anders: "Es gibt keinen Angstgegner, nur den sehr schwierigen Gegner Italien. Wir haben die letzten drei Partien gegen sie nicht verloren. Und wir haben sie endlich im Turnier besiegt."

Damit spielt er auf den Sieg im Viertelfinale der diesjährigen Europameisterschaft in Frankreich an. Dort konnte sich die Mannschaft in einem hart umkämpften Spiel mit 7:6 im Elfmeterschießen durchsetzen. Auch Bundestrainer Joachim Löw stellt sich auf einen harten Test ein: "Es wird andere Vorzeichen geben als bei einer EM. Vielleicht spielen auch einige befreit vom Druck der EM auf."

Der Nationaltrainer kann voraussichtlich auf alle nominierten Spieler zurückgreifen. Bernd Leno, Benedikt Höwedes und Mats Hummels werden von Beginn an spielen. Auch der erstmals nominierte, aber gegen San Marino nicht eingesetzte, Yannick Gerhardt darf sich Hoffnungen machen.

Auch Italiens Coach Giampero Ventura will gegen die DFB-Elf ein wenig testen, vor allem jungen Spielern eine Chance geben. Gegen Lichtenstein fuhren die Italiener vor wenigen Tagen einen souveränen, aber glanzlosen 4:0-Sieg ein, auch der wiedererstarkte Ex-Dortmunder Ciro Immobile traf. Hummels weiß um die Qualität seines ehemaligen Mannschaftskollegen: "Er hat jetzt eine beeindruckende Statistik. Es wird sehr spannend gegen ihn zu spielen."

Bei der EURO parierte Gianluigi Buffon gegen Mario Gomez unglaublich
Bei der EURO parierte Gianluigi Buffon gegen Mario Gomez unglaublich©Getty Images

Ebenfalls beeindruckt zeigte sich der DFB-Tross vom Papst. Im Rahmen des Rom-Aufenthalts erhielt die Mannschaft eine Audienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche, bevor es weiter nach Mailand ging. "Für uns alle war es sehr bewegend, eine Audienz beim Papst zu haben. Er hat uns mit seinen Worten alle erreicht. Aber ab jetzt geht die Konzentration wieder auf das Spiel", zeigt Löw den Stellenwert dieses Spiels auf, das einen guten Abschluss eines bärenstarken Jahres bringen soll.

 

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