Österreich gewinnt in Georgien

Georgien - Österreich 1:2 Die ÖFB-Elf startete in Tbilisi erfolgreich, aber mit Mühe und ein wenig Glück in die WM-Qualifikation.

Österreich feierte drei umkämpfte Punkte
Österreich feierte drei umkämpfte Punkte ©AFP/Getty Images
  • Martin Hinteregger erzielte mit seinem Premierentor im Team das 1:0
  • Marc Janko legte noch vor der Pause das 2:0 drauf - sein 27. Tor in der Nationalelf
  • Georgien erstarkte in der zweiten Hälfte - Ananidze traf zum 2:1,  Kazaishvili nur die Stange
  • Michael Gregoritsch kam im ÖFB-Team zu seinem Debüt

Österreich setzte sich am ersten Spieltag der Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft 2018 gegen Georgien mit 2:1 durch. Marcel Koller vertraute nach nur Markus Suttner für den aus dem Team zurückgetretenen Christian Fuchs neu in der Startformation.

Nach einer hektischen Anfangsphase auf beiden Seiten stach Österreich bereits in der 16. Minute zu. David Alaba trat halblinks zum Freistoß an und schlug die Flanke zum Zentrum des Strafraums, wo Martin Hinteregger der Abwehr enteilte und zu seinem ersten Länderspieltor einköpfelte.

Die Georgier zeigten sich nach dem Rückstand engagierter und kamen zu einigen aussichtsreichen Tormöglichkeiten. So setzte zum Beispiel Kapitän Aleksandr Amisulashvili in der 27. Minute einen satten Halbvolley knapp über die Querlatte.

Nur wenige Minuten später hatte Jambul Jigauri die nächste gute Gelegenheit für die Georgier, Robert Almer konnte aber sicher parieren. Wiederum wenige Momente später konnte sich Jano Ananidze, auf den in der österreichischen Verteidigung vergessen wurde, durchsetzen, verzog aber im Finish gehörig.

Es zeigte sich vor allem bei den Chancen der Georgier, dass Österreich immer wieder Probleme in der defensiven Zuordnung hatte, und so die Gastgeber zu durchaus gefährlichen Möglichkeiten auf den Ausgleich kamen.

Österreich befreite sich aber aus der Zwangsjacke Georgiens und erzielte kurz vor der Pause das 2:0. Marko Arnautović setzte sich am linken Flügel großartig durch und schlug die Flanke zur Mitte, wo Marc Janko völlig frei und perfekt einnicken konnte.

Nach der Pause ging es intensiv weiter und die Zweikämpfe wurden ebenfalls ruppiger. Die Chancen hatte vorerst wieder Österreich. Zlatko Junuzović drosch einen Volley über die Querlatte und Janko schob das Leder nach schöner Mitnahme knapp am Tor vorbei.

Gerade als Rot-Weiß-Rot Oberwasser bekam, mehrten sich wieder die Ungenauigkeiten in der ÖFB-Defensive und somit auch die Vorstöße der Georgier, die mit einem Stangentreffer von Valeri Kazaishvili in der 65. Minute für das bisher größte Ausrufezeichen sorgten.

Marcel Koller brachte in der Schlussphase Marcel Sabitzer und Teamdebütant Michael Gregoritsch, um die eigene Offensive zu stärken, musste aber nur Minuten nach der Einwechslung das 1:2 mitansehen. Ananidze (78.) nahm gut 30 Meter vor dem Tor Maß und knallte die Kugel unhaltbar für Almer ins rechte Eck. Österreich brachte die drei Punkte mühsam - aber doch - über die 90 Minuten.

Stimmen zum Spiel

Marcel Koller

"Es war heute schon Glück dabei. Wir haben in der ersten Hälfte ruhig gespielt und versucht ordentlichen Spielaufbau zu betreiben. Das hat sich auch im 2:0 widergespiegelt. Es war aber auch die ein oder andere Aktion dabei, wo wir im Spiel nach vorne den Ball verloren haben, das hätte besser funktionieren müssen."

Marc Janko

"Ich denke, hier ist es nicht einfach zu bestehen. Georgien ist eine sehr heimstarke Mannschaft. Wir haben es vermisst, das 3:0 zu machen und die eine oder andere Aktion besser zu Ende zu spielen. Am Ende war es eine Zitterpartie."

Julian Baumgartlinger

"Es war nicht unbedingt hübsch, aber wichtig, dass wir gewonnen haben. Es war das erwartete schwere Spiel. Jetzt zählen aber einmal die drei Punkte. Wir hatten die Chance zum 3:0, das haben wir nicht gemacht. Dann war klar, dass Georgien noch einmal alles versucht."

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