Ungarn nach Sieg gegen Norwegen bei der EURO

Ungarn - Norwegen 2:1 (Gesamt: 3:1) Tamás Priskin in der 14. Minute und ein spätes Eigentor führten die Hausherren zum ersten großen Turnier seit der WM 1986.

Watch the goals, including a superb finish from Tamás Priskin, that saw Hungary make it to their first major tournament for 29 years with a 3-1 aggregate play-off win against Norway.
  • Tamás Priskin bringt die Hausherren nach 14 Minuten in Front
  • Eigentor in der Schlussphase beruhigt die Nerven der Hausherren
  • Markus Henriksen kann nur noch verkürzen
  • Ungarn erstmals seit 1972 bei einer EURO dabei; erste Endrunde seit der FIFA-WM 1986
  • Die Mannschaften trugen nach den Vorfällen in Paris schwarze Armbinden und legten eine Schweigeminute ein

Ungarn hat sich erstmals seit der FIFA-Weltmeisterschaft 1986 wieder für ein großes Turnier qualifiziert. Nach dem 1:0-Sieg vor drei Tagen in Oslo gewannen die Magyaren das Play-off-Rückspiel mit 2:1 gegen Norwegen und lösten somit das Ticket für die UEFA EURO 2016 in Frankreich.

Ungarns deutscher Trainer Bernd Storck nahm im Vergleich zum Hinspiel drei Änderungen vor: Ádám Nagy, Gergő Lovrencsics und Tamás Priskin starteten in Budapest für Zoltán Gera, Ádám Szalai und Krisztián Németh. Zwei Änderungen gab es bei den Norwegern: Der 16-jährige Jungstar Martin Ødegaard, Mohamed Elyounoussi und Haitam Aleesami kamen für Alexander Søderlund, Tom Høgli sowie Jo Inge Berget zum Einsatz.

In der Anfangsphase hatte wie schon im Hinspiel Norwegen etwas mehr von der Partie, ehe die Ungarn nach 14 Minuten mit der ersten Gelegenheit die Führung erzielten: Nach einem langen Ball von Tamás Kádár zog Priskin von der linken Seite nach innen und jagte das Leder aus etwa 18 Metern in den rechten Winkel – ein Traumtor. Und der Führungstreffer spielte den Hausherren, die sich aufs Kontern verlegen konnten, voll und ganz in die Karten.

László Kleinheisler (17.), der im Hinspiel den Siegtreffer erzielt hatte, und Kapitän Balázs Dzsudzsák (18.) boten sich nur kurz nach Priskins Treffer weitere gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Norwegen wiederum tat sich unheimlich schwer, gefährlich vor das von Gábor Király gehütete Tor zu kommen. So dauerte es bis zur 28. Minute, ehe der Keeper erstmals bei einem tückischen Flachschuss von Aleesami eingreifen musste.

Pech hatten die Norweger kurz vor der Pause, als Even Hovland (45.) nach einem Eckball per Kopf nur den Pfosten traf. Eng war es auch zwei Minuten nach der Pause, als Alexander Tettey nach einem Eckball knapp am Tor vorbeiköpfte. In der 58. Minute meldeten sich dann mal wieder die Ungarn zu Wort: Dzsudzsáks abgefälschter Schuss landete jedoch auf der Latte, ehe drei Minuten später auf der Gegenseite ein Kopfball von Markus Henriksen knapp das Ziel verfehlte.

Nachdem Norwegens Torhüter Ørjan Nyland in der 72. Minute überragend einen Flachschuss von Dzsudzsák entschärft hatte, musste vier Minuten später Király Kopf und Kragen riskieren, als Marcus Pedersen nach einem abgefälschten Tettey-Schuss aus acht Metern frei zum Abschluss kam. In der 83. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung: Nach einem Eckball lenkte Markus Henriksen den Ball unglücklich auf das eigene Tor, wo Nyland nicht mehr entscheidend klären konnte. Vier Minuten später machte Henriksen seinen Lapsus wieder wett und verkürzte auf 1:2, was die Ungarn aber verschmerzen konnten, denn wenig später war der größte Erfolg seit rund 30 Jahren perfekt.

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